Bekannte Orte ganz neu entdecken 

In diesem Sommer ging es für uns in die Heimat meiner Schwiegermama. Mit dem Hausboot entdeckten wir Orte, die mit vielen Erinnerungen verbunden sind, ganz neu.

Kurz & Knapp

Bereits im letzten Jahr waren wir mit einem Hausboot unterwegs. Diesmal haben wir uns mit der Peene einen ganz ruhigen Fluss in Mecklenburg-Vorpommern ausgesucht. Von Anklam an der Ostseeküste schippert man landeinwärts bis zum Kummerower See. Da der Fluss kaum Strömung hat, kann man in aller Ruhe die wundervolle Natur genießen.

Empfehlenswert

Bootstour in die Vergangenheit

Als wir meinen Schwiegereltern im letzen Jahr von unserer Hausboottour berichteten und Fotos zeigten, merkten wir schnell, dass dies auch ein Urlaub für sie sein könnte. Bald war der Entschluss gefasst das erste Mal zusammen auf Reisen zugehen. Die Peene mit Ihrem extrem ruhigen Flussverlauf, wo die Strömung auch schon mal rückwärts läuft, wurde als Ziel festgelegt und im Juli ging es los.

Der Bootsverleih befindet sich in Anklam. Von hier aus startet die achttägige Reise auf dem Bungalow Hausboot. Für dieses Gefährt benötigt man keinen Bootsführerschein. Eine Einweisung an Bord und die grundlegenden „Verkehrsregeln“ für das Wasser reichen aus, um direkt los zu fahren. Bereits kurz hinter Anklam wird es ruhig und außer einem bisschen Vogelgezwitscher hört man kaum etwas.

Die Peene wird von einigem Dörfern gesäumt, bei denen man mit kleinen Booten oder Kanus anlegen kann. Auch ein etwas größerer Ausflugsdampfer sticht von Stolpe aus in „See“.

Ankern darf man überall dort wo es nicht explizit verboten ist. Für die Nacht haben wir uns nach Möglichkeit immer ein windgeschütztes Plätzchen gesucht. Der Sonnenuntergang am ersten Abend war bereits vielversprechend.

 

Im ruhigem Fahrwasser

Da die Peene kaum Gefälle hat, gibt es keine Schleusen, die man befahren muss. Lediglich bei den Zugbrücken muss der ungeübte Seefahrer an der Kaimauer festmachen und auf die Öffnung warten. Wichtig ist auch, sich im Vorfeld über die Öffnungszeiten zu informieren, sonst kann es passieren, dass man über Nacht in einem Ort festhängt.

Wir waren zu viert auf dem Boot unterwegs. Für das Anlegemanöver hat sich einer ans Steuer gesetzt und jeweils einer vorne und hinten am Hausboot aufgestellt- um festzumachen, hilfreiche Hinweise zum Steuern zu geben oder auch schon mal den Fender richtig zu positionieren, damit ein Aufprall keinen Schaden anrichtet. Hat man das Abenteuer hinter sich gebracht kann man direkt wieder entspannten.

Unser Hausboot war mit viel Platz aber einem kleinen Kühlschrank ausgestattet. Auf dem Weg zum Kummerowersee bietet sich die Stadt Demmin zum Nachfüllen der Essens- und Trinkvorräte an. Wir wollten diesem Urlaub bewusst dafür nutzen in freier Natur komplett zu entspannen. Stadtbesichtigungen standen also nicht auf unserer Liste. Außer dem Hafen und ein paar Gänsen im Vorgarten des ein oder anderen Garten kann ich aus Demmin nichts berichten.

Abwechslungsreiche Landschaft

Der kleine Fluss nimmt viele Wendungen und weite Felder wechseln sich mit Wäldern wie aus einem Märchen ab. Direkt am Flussufer befindet sich oft ausgdehntes Schilfrohr.

Auf den Kummerowersee kann man auch hinaus fahren. Bei uns hat das Wetter leider nicht mitgespielt. Es war zwar sonnig aber sehr windig und so ein Hausboot ist ähnlich windschnittig wie ein großer Felsbrocken. Zumindest haben wir uns in Aalbude mit lecker Essen für die Rückreise gestärkt. In der Gaststätte kann man zu humanen Preisen lecker schmausen. Die Tage wurden wärmer und so nutzen wir das schöne Wetter und gingen auch Baden. Das Wasser ist sauber, aber sehr dunkel, weil der Boden der Peene torfig ist. Für eine erfrischende Abkühlung ist es besten so geeignet.

Letzte Eindrücke

Bei Sophienhof fanden wir ein besonders schönes Ankerplätzchen, direkt gegenüber der Anlegestelle für die Kanuten. Hier gibt es einen etwas größeren Torfstich. Eingesprüht mit ausreichend Antibrum erkundeten wir mit unserem Schlauchboot den kleinen „See“.

Am vorletztem Abend schenkte uns der Himmel noch ein rosafarbenes Lichtspektakel.

Ach ja, Angeln kann man auch ganz wunderbar. Mein Mann hat den ein oder anderen Hecht gefangen. Gegrillt schmeckten diese ganz hervorragend!

Wir werden ganz sicher wieder auf Bootstour gehen und berichten 😉

 

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11 Kommentare

  1. Ich möchte unbedingt einmal mit dem Hausboot losfahren. Vielleicht in Frankreich oder in den Niederlanden. Es schaut so wunderbar aus! Ich hab mal auf einem Hausboot geschlafen, aber das war stationär.

    1. Es lohnt sich, wenn man Freude am Wasser und der Natur hat. Ich find es auch total schön, dass in unserem manchmal so bürokratischen Deutschland ein einfacher Charterschein möglich ist.

  2. So schön. Wir haben eine Hausboottour schon lange auf dem Schirm, aber nie umgesetzt. Ich liebe Meck Pomm, vom Boot aus wirkt alles noch mal friedlicher… Jetzt muss Mini nur noch älter werden und die Große schwimmen lernen und dann werden wir es endlich tun! Schöner Bericht!

  3. Das ist ja super. Wir hatten so ein Gefährt mal in Polen, es war aber viel zu stürmisch für das Stettiner Haff, daher waren wir nur im Hafen. Aber die Peene klingt gut. Zu zweit ist es vermutlich nicht so empfehlenswert oder? Besser zu viert?
    Lg Miriam

    1. Also die Peene ist wirklich ein ganz ruhiger Fluss, da würde ich mich auch zu zweit drauf wagen. Dann ist das Boot auch kleiner und noch besser zu Händeln.

  4. Hallo Jisefine, find ich ganz toll. Also mit so einem Hausboot könnten wir uns auch einen Urlaub vorstellen und haben auch schon drüber nachgedacht. Viele Grüße Evi

    1. Ja, someone Hausboottour hatte ich bis vor drei Jahren auch noch nie gesehen. Jetzt überlegen wir, wo es als nächstes hin könnte🤣

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