Kurz & Knapp

(Werbung unbeauftragt) Der Frühling ist wohl die beliebteste Zeit für Städtereisen. Außerdem ist es auch DIE Jahreszeit für Verliebte. Wenn man dann noch zu dieser Zeit in die Stadt der Liebe reist, dann kann es fast nur einen kitschig schönen Reisebericht geben 🙂 Mit dem Thalys braucht man nur etwas über drei Stunden von Köln aus, um z. B. am Gare du Nord in die Großstadt einzutauchen. In den nächsten Zeilen und Bildern nehme ich euch mit in eine meiner Lieblingsstädte und stelle euch meine 7 Highlights von Paris vor.

 

Empfehlenswert

  • Tagesausflug nach Versailles
  • Ile de la Cité und das Café Le Fleure en L’Ile
  • Vorplatz Eifelturm am Tag und bei Nacht

 

1. Künstlerviertel Montmartre

Etwas außerhalb der Innenstadt liegt das Künstlerviertel Montmatre. Weltberühmt und auf dem Titelbild dieses Artikels ist Sacré-Coeur. Die Kirche steht auf einer Anhöhe, die am besten zu Fuß zu erklimmen ist. Mit der Metro kommt man nämlich immer nur an den Fuß des Berges. Für den „Aufstieg“ hatten wir uns einen Weg durch das verspielte Künstlerviertel gesucht und der Rückweg führte uns über die Treppen auf der Vorderseite hinab- direkt vor Moulin Rouge.

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Weg hoch zu Sacre-Coeur Moulin Rougewischen Häusern zu Sacre-Coeur

Diesen Ort haben wir gleich zweimal besucht. Beim ersten Mal war der Himmel sehr bedeckt. Dennoch hatten wir einen herrlichen Ausblick. Beim zweiten Mal strahlte die Sonne von einem wolkenlosen Himmel und Sacré-Coeur strahlte mit ihr um die Wette. Die Anziehungskraft war unwiderstehlich und so erklommen wir ein zweites Mal den Berg, um alles zu sehen und nichts zu passen.Ausblick von Sacre-Coeur

 

2. Champs-Élysées und Triumphbogen

Eines der Wahrzeichen von Paris ist mitten im chaotischsten Kreisverkehr von Europa gelegen. Vom Dach des Triumphbogens hat mein einen guten Überblick über das hektische Paris. Die 284 Stufen eine kleine Wendeltreppe hinauf sind anstrengend, lohnen sich aber auf jeden Fall. Hier oben sieht man wunderbar, die für Touristen so praktische Bauweise der Straßen. Von allen wichtigen Gebäuden führen die Hauptverkehrsstraßen weg bzw. hin- was regelmäßig zu Staus führt.

Blick vom Triumphbogen

Geht man die Champs-Élysèes weiter kommt man vorbei an vielen Cafés und Geschäften und langsam aber sicher dem Louvre entgegen.

3. Durch den Jardin des Tuileries auf den Louvre zu gehen

Ein besonders schönen Ausblick auf den Louvre hat man, wenn man durch den Jardin des Tuileries spaziert. Im April standen die Bäume in voller Blütenpracht. Es riecht herrlich – was in Paris leider nicht oft der Fall ist- und man hat immer das Ziel vor Augen. Auf Grund eines kurzen Gewitters kamen wir auch noch in den Genuss eines zarten Regenbogens.

Baum mit Blühten vor Louvre Louvre mit Regenbogen

Von Innen besuchten wir den Louvre nicht. Aber wir spazierten an der großen Glaspyramide vorbei und komplett über den Innenhof, bis auf die andere Seite des Geländes.

4. Schlosspark von Versailles

Welches Mädchen träumt nicht davon einmal das Schloss der Schlösser zu besichtigen? Ich wollte schon als Zwölfjährige lieber nach Versailles als ins Disneyland. Damals noch mit meinem Eltern und nun mit meinem tollen Ehemann. An diesem Tag schlenderte er mit mir nicht nur durch ein prunkvolles Zimmer nach dem anderen, sondern erkundete stundenlang jeden Winkel des megagroßen Schlossparks und paddelte mich auch noch über die Wasserkanäle. Ich weiß nicht wie groß das Gelände ist, aber neben dem Hauptschloss ist auch noch Platz für ein kleines „Schlösschen“  für die Königin nebst extra gebauten Dorf und Brunnenanlagen über Brunnenanlagen.

Mein Schloss Wasserspiel

auf Kanal mit Ruderboot

Der Eintritt in den Schlosspark ist in der Regel sogar kostenfrei. Nur wenn im Sommer Konzerte stattfinden, ist der Besuch kostenpflichtig. Hier zu erkundigt ihr euch am besten vorab im Internet.

Besonders süß fand ich das kleine Dorf, was sich Marie-Antoinette bauen ließ. Damals war es wohl Mode das einfache Leben „nachzuahmen“. Die kleinen Häuser stehen im krassen Kontrast zu den prunkvollen Schlössern, haben aber wenig mit den damals wirklich ärmlichen Bauernhäusern zu tun. Sie erinnern mich eher an eine kleine Hobbit-Siedlung.

Dorf im Schlosspark

Ein Tag reicht für diesen riesigen Park kaum aus und beim nächsten Besuch lasse ich das Innere vom Schloss aus und erkunde weitere Ecken draußen, die ich bisher noch nicht entdeckt habe.

 

5. Armeemuseum

Ok, das ist nicht mein persönliches Highlight, sondern das von meinem Mann. Nach dem Prinzessinnen Tag in Versailles hatte er sich 4 Stunden in einem der größten Armeemuseen der Welt als Ausgleich verdient. Auch ich war beeindruckt von der schieren Größe der Sammlung und der unzähligen verschiedenen Waffen und Rüstungen. Vom Mittelalter bis in die jetzige Zeit ist alles vertreten. Bereits vor dem Gebäude stehen zahlreiche Kanonen. Habt ihr schon einmal in ein Kanonenrohr geschaut oder eine komplette Rüstung für Ross und Reiter gesehen?

Blick ins Kanonenrohr Rüstung Ross und Reiter

Heinz hätte wahrscheinlich wie ich in Versailles mehrere Tage hier verbringen können, um alle Details der Ausstellung zu erkunden. Denn auch nach vier (für mich sehr langen) Stunden, konnte noch längst nicht jede Waffe besichtigt und deren Geschichte gelesen werden. Für viele Männer und Jungs ein Traum, den Mann sich nicht entgehen lassen sollte.

6. Der Eifelturm

Das Erste wonach ich in Paris Ausschau halte ist der Eifelturm und wenn ich ihn dann das erste Mal zwischen Häusern entdecke, kann ich nicht anders als zu lächeln 🙂 Besonders gut kann man Fotos machen, wenn man durch den Park „Champ de Mars“ geht. Tagsüber hat man die Möglichkeit das ein oder andere lustige Foto zu knipsen und abends erstrahlt der Turm im goldenen Glanz. Ich bin kein Fan von der stündlichen „Glitzer-Show“, die geht aber zum Glück nur ein paar Minuten.

Küsschen für den Eifelturm

Copyright Tour Eiffel-illuminations Pierre Bideau

7.  Ile de la Cité 

Mitten in der Seine liegt die Ile de la Cité mit der bekanntesten Kathedrale Frankreichs. Aber nicht nur Notre-Dame sondern auch der auf der anderen Seite gelegene Pont Neuf machen die Insel so sehenswert. Jede Kathedrale die ich besichtige vergleiche ich immer mit dem Kölner Dom und was soll ich sagen- Notre-Dame ist mit ihren hellen Steinen hübsch aber auch recht klein.

Notre-Dame 

Einen tollen Blick auf das Bauwerk kann man auch bei einem Kaffee mit lecker Eis im Le Flore en L’Ile werfen. Die Preise sind astronomisch hoch, aber sowohl der Ausblick als auch das Eis an sich sind es meiner Meinung nach Wert.

Café mit Blick auf Notre-Dame Ausblick Café

Gratis kann man sich auf die Kaimauer am Pont Neuf setzten und den Abend zum Beispiel bei einem kleinen Picknick ausklingen lassen. Während unseres ganzen Aufenthalts haben wir oft einfach im Supermarkt Baguette, Frischkäse und Trinken geholt und uns im Gras niedergelassen oder auf einer Bank oder auf einer Kaimauer an der Seine, um unser „Festmahl“ zu verspeisen.

Zu einem kitschig romantischen Artikel gehört auch noch ein entsprechendes Abschlussbild.

Kuss unter Blühten

Paris im April ist eine Reise wert und das waren meinen ganz persönlichen 7 Highlights in der Stadt der Liebe.

Weitere Berichte aus großen Städten findet ihr hier Rundreise durch Norditalien Teil 2-Toscana, Lucca und Florenz oder auch in diesem Artikel Rundreise durch Norditalien Teil 1 – Mailand und Gardasee.

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24 Kommentare

  1. Ein sehr schöner Beitrag! Bei uns gehts im November nach Paris. Viel Zeit werden wir nicht haben, aber zumindest den Eiffelturm wollen wir schaffen.
    Liebe Grüße
    Ines

  2. Hach, da werden Erinnerungen wach. 6x war ich in Paris, das letzte Mal ist aber schon eine gefühlte Ewigkeit her. Die Bilder wecken allerdings mal wieder Lust auf einen neuen Trip dorthin, mal schauen was sich alles so verändert hat im Laufe der Jahre. Danke für’s mitnehmen und in Erinnerungen schwelgen lassen 🙂

  3. Paris ist und bleibt eine meiner Lieblingsstädte!! Am liebsten bin ich auf Montmartre verweilt und habe den Künstlern zugeschaut. Für mich ganz klar auch die Nummer eins. Ach, ich könnte wieder dahin… es ist schon so lange her. Danke für die wundervolle Erinnerung.
    Liebe Grüße, Selda

  4. Paris kann ich bis heute nicht viel abgewinnen. Ich war damals mit meinem Freund da und ich mag die Stadt nicht.
    Klar, es gibt schöne Orte und ich war sogar im Louvre, aber vom allgemeinen her muss ich da nicht wieder hin 😀
    Und du solltest mit dem Bild des Eiffelturms bei Nacht aufpassen, die Beleuchtung unterliegt dem Urheberrecht und darf nicht einfach so veröffentlicht/gepostet werden.

    Liebe Grüße,
    Michelle | The Road Most Traveled

    1. Vielen Dank für den Hinweis zum beleuchteten Eiffelturm! Habe direkt mal einen Hinweis ergänzt, der vor unnötigen Ärger schützen sollte 🙂

  5. Liebe Josefine,
    dein Bericht weckt schöne Erinnerungen, die sehr lange zurückliegen. Es gab eine Zeit in meinem Leben, in der ich überlegte nach Paris zu ziehen. Lange ist das her. Am liebsten war ich in Montmartre und habe den Malern und Zeichnern stundenlang zugeschaut. Es wird Zeit, Paris wieder einen Besuch abzustatten.
    Liebe Grüße, Selda.

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