(Werbung unbeauftragt) Dieser Urlaub begann mit den Worten eines sehr guten Freundes: „Es gibt super günstige Flüge nach Lanzarote“. Bereits acht Monate vor Reisebeginn buchten wir die Hin- und Rückflüge und legten so das Datum unserer ersten Reise auf die Kanaren fest. In den Monaten nach der Buchung folgten die Suche und das Finden einer passenden Unterkunft sowie Ausflüge und Touren.

Kurz & Knapp

In meinem Kopf waren die Kanaren bisher immer das Reiseziel für die „ältere“ Generation. Meine Eltern haben auf Gran Canaria vor vielen Jahren ihre Silberhochzeit verbracht und auch aus dem Bekanntenkreis waren mir die Kanaren nicht unbedingt als spannendes Reiseziel bekannt. An dieser Stelle gebe ich gerne direkt zu, wie sehr ich mich getäuscht habe. Lanzarote hat als nördlichste der Kanareninseln von Surfen über Schwimmen und Tauchen, Hochseeangeln, Radfahren, Wandern auf Vulkanen, Weinverkostungen, romantischen Städtchen, Bauernhöfen und Kunst an allen Ecken und Enden eine Menge zu bieten!

Anzeige

Empfehlenswert

  • Ausflugsveranstalter Blackstone Treks & Tours
  • Besichtigung des Hauses von Cesar Manrique
  • Mietwagen nehmen und einfach losfahren

Lanzarotes wildester Strand

Über Booking.com habe ich ein bezauberndes Ferienhaus in Caleta de Famara entdeckt. Mit Blick auf den Famara Beach und den wilden Ozean. Bereits bei der Anfahrt auf dieses im Nordwesten der Insel gelegene Paradies sieht man warum der Strand fernab von den Touristen-Hochburgen im Süden so empfehlenswert ist.

Wolken die übers Clif wandern Lanzarote

Angetrieben von dem kräftigen Wind, hatte es den Anschein als würden die Wolken über die Steilküste wandern. So etwas hatte ich bisher noch nie an einem Strand gesehen. Auf Grund der kräftigen Briese ist Famara Beach der Strand für alle Surf-Fans. Hier sind mehrere Surfschulen ansässig und im Ort gibt es diverse Shops zum Kaufen oder auch Verleihen des benötigten Equipments. Famara bietet auch einige Restaurants und Bars. Uns hat es am besten in einem kleinen Restaurant Namens „Hamburgueseria“ gefallen. Die meisten Gerichte sind auch als Tapas bestellbar. So kann man viel mehr von den verschiedenen Leckereien probieren.

Unser Ferienhäuschen liegt direkt hinter Dünen und der Straße, die am Strand entlang führt. Es ist sehr liebevoll mit kleinen Details rund um das Meer und die Fischerei ausgestattet. Der Name „El Pescador“ kommt nicht von ungefähr 😉 Das absolute Highlight ist die Sonnenterasse, die schnell zu unserem Lieblingsplatz wurde.

Blick von Sonnenterasse

Der erste Eindruck vom wilden Strand hat sich auch über den gesamten Urlaub nicht revidiert. Genau richtig zum Surfen, aber zum Baden eher ungeeignet. Das ist hier ganzjährig nur auf eigenen Gefahr gestattet. Da wir mit dem Wetter so viel Glück hatten, hat es sich mein Mann nicht nehmen lassen, einmal in die Fluten zu springen oder hat die Flut ihn „angesprungen“?

Wildes Meer und mein Mann

Unwirkliche Vulkanlandschaft und „Aa-Lava“

Ich persönlich habe noch nie einen Vulkan in natura gesehen oder gar bestiegen. Aus diesem Grund war es für mich klar, dass ich den Urlaub nutze und das nachhole. Wenn man im Internet nach Vulkanen und Lanzarote sucht, dann kommt man an dem Timanfaya Nationalpark nicht vorbei. Hier wird Naturschutz noch groß geschrieben, denn der Park darf nicht betreten werden und nur ein sehr kleiner Teil kann über eine Rundreise mit einem Bus besichtigt werden.

Direkt um das nicht zugängliche Naturschutzgebiet erstreckt sich eine ebenfalls unter Naturschutz gestellte, aber per Fuß erkundbare große Vulkanlandschaft. Hier sollte man nicht auf die Idee kommen alleine loszuwandern, sondern auf einen der vielen Anbieter zurückgreifen und eine geführte Wanderung unternehmen. Mit der Tour von Blackstone Treks & Tours unter Leitung von Raquel Mazariegos lag ich goldrichtig. In einer kleinen Gruppe von sieben Personen ging es mit dem Auto zum Startpunkt der Wanderung. Da ich die einzige aus Famara war und wir die anderen Teilnehmer noch abholten, hatte ich eine Inselrundfahrt mit vielen Erläuterungen inklusive 🙂

Vulkanlandschaft1

Lava bildet bei Ihrem Weg Richtung Meer die verschiedensten Gebilde und hinterlässt Gestein in den unterschiedlichsten Farben. All diese Pracht gibt es auf der Tour zu sehen und man erhält dazu die Erklärungen in englisch, französisch oder spanisch. Ich bin immer wieder baff wenn Menschen zwischen diversen Fremdsprachen einfach hin und her springen können.

Vulkanwanderung2

Mein neues Lieblingswort nach der Wanderung war „Aa-Lava“! Tatsächlich haben die Ureinwohner Hawaiis die Namen der zwei Hauparten von Lava geprägt. Zum einen die „Aa-Lava“, welche rau und spitz ist und auf der man Barfuß nur unter Schmerzen laufen kann. Zum anderen die so genannte „Barfuß-Lava“, die wiederum ganz glatt ist. Die Erklärungen inklusive Darstellung seitens Raquel waren herrlich 🙂

Auf den ersten Blick ist die Vulkanlandschaft kahl und leblos. Schaut man aber genau hin findet man nicht nur kleine Echsen, sondern auch Fruchtsträucher. Könnt ihr es erkennen?

Vulkanwandrung3

 

Eine ganze Insel als Museum

César Manrique war der berühmteste Künstler von Lanzarote. Auf der ganzen Insel kann man seine Kunstwerke an den verschiedensten Orten entdecken und auch sein in Lavablasen gebautes Haus ist zur Besichtigung freigegeben. Für einen kleinen Eintritt taucht man in die private Welt des Künstlers ein und kann sich richtig in die 70er Jahre zurückversetzten lasse. Es ist unglaublich was er dort geschaffen hat. Am besten hat mir natürlich der Pool gefallen.

Pool im Haus von Cesar Manrique

Jeder Raum hat eine andere Farbgebung und ist nach einem eigenen Thema gestaltet. Alles sieht so aus, als wäre sein Bewohner gerade erst ausgezogen. Einen Besuch dürft ihr euch nicht entgehen lassen!

Rote Blase

Auch der Aussichtspunkt Mirador del Rio wurde von César Manrique gestaltet. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick über das Meer und zur Nachbarinsel La Graciosa.

Ausblick von Mirador del Rio

Von Famara aus fährt man um das Bergmassiv herum, eine kurvige Küstenstraße entlang. Auf dem Rückweg wählten wir dann eine Route über die Berge hinweg, durch kleine Dörfer und mit wunderschönem Ausblick über die Insel. Das einzig nervige auf der Straße sind die zum Teil recht vielen Radfahrer. Bergauf sind diese doch eher langsam und in den engen Kurven muss man Geduld beim Überholen haben.

 

Traumstrände für Sonnenanbeter

Da das Wetter für März viel besser war als erwartet, suchten wir die berühmten Papagayo Strände auf. Diese liegen an der südlichsten Ecke von Lanzarote und laden jeden Sonnenanbeter zum Verweilen ein. Anders als an den meisten Stränden der Insel findet man hier herrlichsten Sandstrand und durch die Felsen sind die kleinen Buchten von einander abgetrennt. Leider erreicht man die Papagayo Strände nur über eine ziemlich holprige Schotterpiste. Dafür ist der „Eintritt“ mit fünf Euro pro Fahrzeug günstig. An sich soll man hier super schwimmen können. Ich muss aber gestehen, dass mir persönlich die Wellen auch hier zu heftig waren, sodass ich mich nicht besonders weit rausgetraut habe. Tolle Bilder kann man hier allerdings einige schießen, wie man nicht nur am Beitragsbild sehen kann.

Papagayo Strand.JPG

 

Sonnenuntergang mit tobender Gischt

An unserem letzten Abend wollten wir einen ganz besonders schönen Sonnenuntergang erleben. Dafür setzten wir uns extra in unseren Mietwagen und fuhren zur kleinen Halbinsel in der Nähe von „La Ria de la Santa“. Ich hatte mir diesen Fleck auf der Karte meines Smartphones rausgesucht, weil ich mir dachte, dass man von dort aus auf jeden Fall einen freien Blick auf die Sonne haben sollte. Noch ist die runde Halbinsel so gut wie unbebaut. Allerdings befindet sich auf dem Festland ein Sporthotel.

Als wir an einem Rettungsring vorbei kamen mussten wir doch schmunzeln, denn was dieser bei den Meter hohen Wellen helfen soll können wir nicht sagen.

Rettungsring vor mega hoher Welle

Die Fahrt hatte sich gelohnt. An diesem Küstenabschnitt von Lanzarote habe ich den bisher wildesten Sonnenuntergang meines Reiselebens erleben dürfen.Sonnenuntergang1Sonnenuntergang2

Wart ihr auch schon auf den Kanaren und wenn ja, welche Insel hat euch am besten gefallen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Wir haben uns vorgenommen, die anderen Inseln mit der Zeit auch kennenzulernen.

Was Fuerteventura für euch bereithält erzählt euch Tamara von photoventure.net auf ihrem Reise- und Fotoblog.

Interesse an weiteren Traumstränden, dann schau auch hier vorbei: Malediven-ein Traum wird wahr oder auch Aruba-die Heimat der Divi Divi Bäume.

Vielleicht darf es auch etwas kühler sein: Ameland-Weite Wind und Wasser.

 

Teile diesen Beitrag:
Anzeige

31 Kommentare

  1. Bis dato war ich auch immer nur auf den Balearen und einmal auf den Kanaren auf Fuerteventura. Aber Lanzarote sieht auch sehr interessant aus, besonders das Bild mit der Gischt mag ich! Und die Wanderung muss auch herrlich gewesen sein.

  2. Wow, Wanderung auf dieser Vulkanlandschaft ist schon was besonderes. Das würde mir auch sehr gut gefallen. Seit ich Mount Bromo besichtigt habe, interessieren mich Vulkane sehr. Die Landschaft ist so außergewöhnlich. Ich kann mir sehr gut vorstellen, Lanzarote zu bereisen. Sehr schöner Beitrag, der mir diese Gegend näher gebracht hat.
    Liebe Grüße, Selda

  3. Ich war noch nie auf den Kanaren. Ein Fehler, wie ich merke. Die Landschaft sieht wirklich sehr interessant aus. Die Fotos sprechen Bände!! Da könnte ich auch den ganzen Tag wandern und die außergewöhnliche Landschaft genießen. Danke für den Tollen Artikel.
    Liebe Grüße, Selda.

  4. Ich habe tatsächlich ein ähnliches Bild, was die Kanaren anbelangt und wollte sie immer erst vielleicht mal im Ruhestand bereisen. Wenn ich jedoch deine Ausführungen und die Fotos sehe, sollte ich meine Pläne wohl überdenken 🙂 Danke für den Einblick!
    Viele Grüße
    Sebastian alias Japsolut

  5. Lanzarote ist tatsächlich die einzige der größeren Kanareninsel auf der ich bisher noch nicht gewesen bin. Warum verstehe ich selber gerade nicht wenn ich mir den Bericht so anschaue. Tolle, stimmungsvolle Aufnahmen, schöne Landschaft und solch eine Umgebung mit Lavagestein mag ich eh sehr. Danke für den klasse Beitrag, ich muss da unbedingt auch mal hin!

  6. Ein sehr toller Blogbeitrag von dir! Wir urlaubten mal auf Fuerteventura und haben dann einen Tagesausflug nach Lanzarote gemacht =) Bin ja ein totaler Teneriffa-Freak, war dort schon über 20 mal *lach* Kann ich dir auch sehr empfehlen diese Insel! LG, Janina

    1. Oh, wow über 20 mal auf Teneriffa- Wahnsinn! Da werd ich dich bei Gelegenheit mal nach deinen Tipps fragen, wenn wir dorthin reisen. Gehst ja schon fast als einheimische durch😉

  7. Wandern auf Vulkanen, Weinverkostungen, romantischen Städtchen, Bauernhöfen – Das alles wäre auf jeden Fall was für mich. Wenn man sich deine Bilder anschaut, kriegt man echt Fernweh. Meer und Wandern in einem Urlaub kombinieren zu können ist perfekt. Die Routen auf dem Vulkan sehen wunderschön aus.

  8. Ja die Kanaren haben was und jede Insel ist so anders. Danke für deinen Bericht und deine Fotos, machen auf jeden Fall Lust die Koffer zu packen.

    LG aus Norwegen
    Ina

  9. Schon das Titelbild macht sofort Lust darauf, da mal hinzufahren, äh hinzufliegen. Aber auch sonst hast du die bizarre Landschaft wunderschön eingefangen. Sieht teilweise sehr abenteuerlich aus. Ist gespeichert.
    Viele Grüße
    Bruno

  10. Lanzarote ist wahrlich eine schöne Insel für einen Urlaub, nur zum wohnen ist es mir zu karg.
    Mein liebste Sehenswürdigkeit ist Cueva de los Verdes. Vor allem die Seen in der Höhle, die es so aussehen lassen als ob die Höhle noch viel tiefer geht.
    Auch der Ausblick vom Mirador del Rio nach La Graciosa ist großartig.
    Zudem kann ich da Tauchen jedem empfehlen, ob Anfänger oder Fortgeschrittener Taucher. Es gibt für jeden was zu erkunden.

  11. Ich selber war leider noch nicht auf den kanarischen Inseln, Lanzarote sieht aber ziemlich schön aus mit der Vulkanlandschaft 😊 Da ich aber eine kleine Wasserratte bin, wäre es für mich doch ein wenig schade nicht ins Meer zu können wegen den hohen Wellen 😅
    Danke auf jeden Fall für den tollen Artikel! 😊

  12. Toll, ich schwelge in Erinnerungen. Zwar liegt der Zeitpunkt meiner Reise schon eine Weile zurück, aber einiges ist doch wieder sehr präsent.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu