(Werbung unbeauftragt) Während eines Urlaubes in Nizza unternahmen wir einen Tagesausflug in das berühmte Fürstentum Monaco. Es gibt mehrere Wege, um von Nizza nach Monaco zu gelangen. Man kann kostengünstig per Zug anreisen oder auch mit dem Bus, was wir auf Grund eines Streiks leider tun mussten. Der Bus war leider sehr voll und verdammt warm, trotz Klimaanlage. Alternativ wäre auch ein siebenminütiger Hubschrauberflug oder ein Wassertaxi möglich gewesen. Dies überstieg jedoch unser Reisebudget.

Kurz & Knapp

Bei einem Rundgang in Monaco gibt es viel zu sehen, wenn man sich auf die Stadt einlässt. Zu erst wird man erschlagen, weil von allem zu viel da zu sein scheint – zu viele Häuser, zu viele Yachten, zu viele Menschen. Schaut man aber genau hin, dann entdeckt man sehr schöne Ecken oder tolle Aussichtspunkte und natürlich Besonderheiten, die es eben nur hier gibt. Wo wird sonst mitten im Alltagsverkehr eine Formel 1 Strecke aufgebaut oder wie oft sieht man die größte Yacht der Welt vor Anker liegen? Ja, in Monaco muss es wahrscheinlich immer ein Bisschen mehr sein 😉

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Empfehlenswert

  • Rundgang um den Hafen
  • Spaziergang rauf zum Fürstenpalast
  • Für Formal 1 Fans: Rennstrecke ablaufen

Die Ankunft war ein Schock

Geplant war für uns die Anreise aus Nizza gemütlich und entspannt mit dem Zug. Da jedoch die Bahngesellschaft den ganzen Tag streikte, was in Frankreich leider öfter vorkommen kann, mussten wir wie viele andere auf den Bus umsteigen. Nach einer knappen Stunde Fahrt, stehend in dem überfüllten Bus, entlang der sehr schönen aber auch sehr kurvigen Cote d’Azure kamen wir mitten auf einer Hauptstraße in Monaco an: Hitze, Lärm und Beton so weit das Auge reicht! Zum Glück liegt die Bushaltestelle „Place du Casino“ direkt an einem kleinen Park und dort suchten wir erst einmal Schatten und frische Luft. Unsere Blicke schweiften nach rechts und links, hoch und runter. Überall waren Häuser, aber durch die Bäume wirkte alles schon ein wenig freundlicher.

Blick aus Park zu Häusern

Erstes Ziel- das Casino

Unser Rundgang durch Monaco führt uns zum Casino, am Hafen entlang und hoch zum Fürstenpalast. Wie der Name der Haltestelle verrät, ging es zu erst Richtung Casino. Einfach durch den kleinen Park durch und schon erblickt man eines der bekanntesten Casinos weltweit. Nach der anstrengenden Anreise, stärkten wir uns im Café de Paris mit einem leckeren Kaffee. Hier sollen ja die Stars ein und ausgehen. Ich habe kein mir bekanntes Gesicht entdeckt. Meine Mama meinte hinter der ein oder anderen auf jung gehaltenen „Fassade“ einen alternden Star erkannt zu haben. Es ist auf jeden Fall spannend sich den Trubel und die vielen verschiedenen Menschen anzuschauen und der Blick auf das Casino ist ebenfalls sehr schön.

Cafe de Paris

Ich hatte das Casino zum Anfang unserer Route gelegt, um mit etwas Glück am Spielautomaten noch eine ausgiebige Shoppingtour einzulegen. Leider ist dieser Plan nicht aufgegangen. Dennoch hat sich der Besuch des Casinos gelohnt. Bei schönstem Wetter erstrahlt die Fassade edel in hellen Beige.

Casino de Montecarlo

Innen darf man ausschließlich im Eingangsbereich fotografieren, der eher an einen Palast als an eine Spielhalle erinnert. Selbst die Toiletten sind mit weißen Marmor und vergoldeten Spiegeln ausgestattet. Wer möchte kann hier bereits an verschiedenen Automaten sein Glück versuchen. Wir wollten noch mehr vom Casino sehen und haben dafür ein paar Euro Eintritt bezahlt. Im Inneren geht der Prunk weiter. Alles wirkt sehr edel und vornehm, ich wollte die ganze Zeit flüstern um nicht negativ aufzufallen 😉 Eine schicke Bar sorgt dafür, dass man auch bei einem längeren Aufenthalt nicht auf dem Trockenen sitzt. Wir waren nach ca. 1h schon wieder draußen- zwar ohne großen Gewinn aber mit großen Eindrücken. Beim Verlassen des Casinos hat man noch einmal einen freien Blick auf den schönen Vorplatz und eine der bekanntesten Kurven der Formel 1.

Casino Vorplatz

 

Weiter geht es zum Hafen

Unser Rundgang durch Monaco führte uns nun rechts am Casino vorbei Richtung Hafen. Ich hatte ein merkwürdiges Gefühl, konnte es auf den ersten Metern aber noch nicht ganz fassen. Wir liefen einige Treppen hinunter, vorbei an Wohnungseingängen und wenn wir über eine Mauer runter blickten waren da auch Wohnungen. Da viel es mir auf einmal auf- wir liefen fast die ganze Zeit auf den Dächern von anderer Leute Wohnungen. Fast bis runter zum Hafen sind die Wohnblocks terrassenförmig angelegt und oben verlaufen die Gehwege. Also wohnen würde ich hier eher nicht wollen, wenn einem hier jeder aufs Dach steigt! Der Blick zurück auf das Casino konnte sich sehen lassen.

Casino und Oper von hinten

Auf den Terrassen vor dem Hafen hat man einen herrlichen Blick über die gesamte Küste von Monaco. Im Hafenbecken liegt eine Luxus-Yacht neben der anderen und dennoch ist eine ganz besonders auffällige dabei. Die Mega-Yacht und aktuell größte ihrer Art von Roman Abramovich passt nicht in das Hafenbecken. Sie liegt direkt vor der Einfahrt und lässt alle anderen Yachten wie ordinäre „Boote“ wirken. Einfach unfassbar dieser absolute Überfluss.

Hafen Collage

Mit dem öffentlichen Fahrstuhl gelangt man ganz hinunter. Die Straße verläuft direkt am Hafenbecken und es sind nur wenige Meter zwischen Yacht, Fußgängerweg, Hauptstraße und Häusern. Als wir dort waren wurde gerade die Rennstrecke vorbereitet. Das bedeutet Reifenstapel und Leitplanken wurden aufgebaut und die Sicherheitszäune hochgezogen. Für mich als Formal 1  Fan ergabt diese Mischung einen ganz besonderen Flair. Ich ließ es mir auch nicht nehmen auf der Strecke am Schwimmbad vorbei, durch die Rascasse und in die Boxengasse hinein zu gehen. Alles war noch freigegeben und man konnte sich in Ruhe umschauen und staunen.

Boxengasse

Hinauf ins „alte“ Monaco und zum Fürstenpalast

Ist man um den Hafen herum gelaufen, so kann man auf Höhe der Rescasse-Kurve den Bus hinauf zum Fürstenpalast nehmen. Wir setzten unseren Rundgang durch Monaco zu Fuß fort. Dies kann ich wirklich nur empfehlen, denn der Weg bietet einen atemberaubenden Blick über Monaco und ist wunderschön angelegt. Zunächst geht es recht steil hinauf. Nach ca. 300 m liegt in der ersten Kurve ein kleiner Park mit Sitzgelegenheit zum Luftschnappen und zum Ausblick genießen.

Geht man nach einer kleinen Verschnaufpause weiter gelangt man in das „alte“ Monaco. Hier oben gibt es keine Betonbauten und Wohnblocks, sondern wunderschöne farbenfrohe Häuser und kleine Gassen, die alle weiter bergauf führen. Hier hat man auch genügend Gelegenheiten in den kleinen Geschäften Souvenirs für die Lieben daheim zu kaufen.

Wir kauften uns ein leckeres Eis und gingen weiter hoch, um auf den höchsten Punkt des Berges zum Fürstenpalast zu gelangen. Der Bau ist an sich relativ schlicht gehalten, wenn man zum Vergleich Schlösser wie Versailles oder Sanssouci nimmt. Dafür patrouilliert eine Wache vor dem Eingang pflichtbewusst auf und ab.

Wenn die Fahne gehisst ist bedeutet dies, dass der Fürst anwesend ist. Ob ihr es glaubt oder nicht- wir saßen mit unserem Eis auf einer Bank. Auf einmal kommt ein Polizeimotorrad und danach zwei Limousinen an uns vorbei gefahren und wer saß drin- der Fürst persönlich! Keine drei Meter an uns vorbei – ich war einfach nur total begeistert 🙂

Geht man auf die Linke Seite des Palastes hat man noch einmal einen herrlichen Ausblick auf die andere Seite von Monaco. Hier wohnen wahrscheinlich die „Mega-Super-Duper-Reichen“. Neben der Tatsache das die Häuser schicker wirkten und nicht so hoch und dicht an dicht gebaut sind, gibt es auch Swimmingpools auf den Dächern. Könnt ihr ihn erkennen?

Ein versöhnlicher Abschluss

Zurück sind wir dann mit dem Bus direkt in die Innenstadt gefahren, um unsere Rückreise nach Nizza anzutreten. Nach dem ersten Schock bei der Ankunft hat mir unser Rundgang durch Monaco doch sehr gefallen. Einmal dieses Feeling von Monaco spüren, diesen verschwenderischen Luxus sehen, dieses Bauen auf jedem Quadratmeter erleben und sich dann denken „Ach, Zuhause ist es auch sehr schön“ 🙂 Es war ein einmaliges Erlebnis und beim Formal 1 gucken zwei Wochen später auf dem heimischen Sofa ging es die ganze Zeit nur „Da war ich!“ und „Da bin ich auch langgelaufen!“.

Ihr wollt noch mehr Luxus sehen, dann lest hier weiter Paris – Meine 7 Highlights in der Stadt der Liebe oder lieber das genaue Gegenteil erleben und mit dem Hausboot über die Peene schippern.

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20 Kommentare

  1. Liebe Josefine,
    ich kann mir gut deine Busfahrt vorstellen. Die Côte d’Azur kenne ich nur als einzigen Stau, deshalb sind wir auch nicht nach Monaco gefahren, sondern lieber ins Hinterland. Ein paar Highlights hat Monaco ja doch zu bieten, mal sehen, ob es irgendwann mal auf dem Weg liegt.
    Liebe Grüße

    Alex

    1. Das „Hinterland“ der Côte d’Azur steht auf jeden Fall auch noch auf meiner Liste. Wenn es soweit ist, dann hole ich mir Tipps bei dir 🙂

  2. Monaco war bisher noch nicht so auf meiner Liste. Aber ich muss sagen, es sieht schon sehr interessant aus und ein bißchen spielen im Casino gehört doch dazu. Schade, dass es bei Dir mit dem anschließenden Shopping Bummel nicht so geklappt hat 🙂

    Lg Miriam

  3. Auch mit dem Zug kann es sehr voll werden nach Monaco;-), ich glaub da ist kein grosser Unterschied zum Bus. Wir sind nur mit dem Zug durchgefahren auf unserem Weg von Nizza nach Paris und in beiden Richtungen war sauvoll auf der Strecke rund um Monaco. Danke für deinen Bericht und deine schönen Fotos.

    LG aus Norwegen
    Ina

    1. Na dann muss man wahrscheinlich einfach ein bisschen Glück mit der Wahl des Verkehrsmittel haben oder das entsprechende Kleingeld für einen Hubschrauberflug 😉

  4. Ich wusste gar nicht das Monaco außer Spielbank und Formel eins und einem Yachthafen noch so viel mehr zu bieten hat wirklich schön welche Entdeckung du alle gemacht hast. Wenn ich das nächste Mal in der Nähe bin wenn ich deine Stadttour garantiert nachreisen.

    Viele Grüße
    Kathy

  5. Also ich wäre dann auch eher für das alte Monacco. Mit so luxusüberladenen Vierteln wie dem Hafen kann ich eher wenig anfangen. Aber ein Erlebnis ist es bestimmt allemal.

  6. Luxus, wohin das Auge reicht; so stellt man sich Monaco vor und so scheinst du es in Teilen ja auch erlebt zu haben. Ich war noch nicht dort, finde aber deine Beschreibung sehr interessant und gelungen. Besonders gefallen hat mir das „alte“ Monaco 🙂 Danke für die Einblicke!
    Viele Grüße
    Sebastian von „Japsolut on Tour“

  7. Also auch wenn ich mit Städten ja eigtl.nicht wirklich sooo viel anfangen kann, ich glaube auf SO einen Tag hätte ich auch mal Lust. Kennt man halt alles aus Film und Fernsehen, daher wäre das bestimmt ganz spaßig. Aber ich denke, es würde ein Besuch werden bei dem es dann auch bleibt. So unter dem Motto „War nett das mal gesehen zu haben, nochmal hin muss ich aber auch nicht“ 🙂 Danke auf alle Fälle für’s dran teilhaben lassen.

  8. Ganz cool! Monaco! Sehr interessant. War es dann sehr teuer den Tag dort zu verbringen? Ich meine Essen, trinken, Eis schlemmen 🙂 Wenn ich es richtig gelesen habe, dann habt ihr dort nicht übernachtet? Bestimmt auch teuer – daher hab eich mich nie mit Monaco beschäftigt, obwohl ich es mir gerne mal ansehen würde.

    1. Wir haben Monaco im Rahmen einer Nizza Reise nur für einen Tag besucht. Ich muss sagen die Preise für Eis, Essen und Trinken waren in Ordnung. In Köln oder Berlin zählt man ähnlich viel. Im Cafe de Paris hat der Kaffer aber in etwas so viel wie in Paris auf der Champs-Elysees gekostet😂
      Ich würde als festes Ziel Südfrankreich wählen und dann einen Abstecher nach Monaco unternehmen.

  9. Liebe Josefine,
    ich kann mir gut vorstellen, dass man Monaco von zwei Seiten betrachtet.
    So ähnlich ging es mir mit Singapur und Hongkong – es ist verrückt, wie viel Einfluss Geld und Macht auf diese Städte hat und dennoch faszinieren sie einen. Ich würde Monaco auf jeden Fall auch eine Chance geben. Wie du schon schreibst, einmal das Feeling spüren…
    Liebe Grüße,
    Jenny

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