Anlässlich eines runden Geburtstages meiner Mama verbrachten wir zusammen mit meiner Schwester ein paar Tage in Nizza. Die Männer blieben zu Hause und wir drei Mädels unternahmen zum ersten mal einen Urlaub nur unter uns. Die Anreise geschah per Flugzeug, einmal von Berlin aus und ich natürlich aus Köln. Zusammengekommen sind wir dann in Nizza – einer Traumstadt an der Côte d’Azur.

Kurz & Knapp

Nizza hat einen langen Kiesstrand mit einer ebenso langen Promenade. Hier kann man schlendern oder je nach Wassertemperatur Abkühlung finden. Die Altstadt steckt voller schöner Gebäude und bietet auch für Shoppingqueens jede Menge. Die Parks auf den Hügeln versetzten jeden Naturliebhaber in Verzückung und lecker Essen gibt es an jeder Ecke, vom Wein ganz zu schwiegen. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für weitere Ausflüge nach Monaco oder auch Cannes. Es gibt also vieles das Nizza zu einer der Traumstädte an der Côte d’Azur macht.

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Empfehlenswert

  • Stadtbummel zur Marktzeit
  • „Aufstieg“ zum Mont Baron
  • Essen im Le Plongeoir

Ankunft in Nizza – wo der Parkplatz für die Privat-Jets fast größer ist als für die Linienflugzeuge

Direkt bei der Ankunft fällt einem auf, dass Nizza gut gelegen ist, um auch andere mondäne Städte der Côte d’Azur zu erreichen. Neben einem Helikopter Landeplatz inklusive Shuttle Service zieht sich auch der Parkplatz für die Privat-Jets gefühlt Kilometer lang. Leider ist der Bereich entlang der Straße mit einem Sichtschutz ausgestattet, sodass bei der Fahrt in die Stadt leider nicht zu erkennen ist, welche ggf. bekannte Persönlichkeit gerade ihren Jet besteigt. Der Flughafen hat zwei Terminals, zwischen denen man nur mit einem Busshuttle „pendeln“ kann. Achtet also bei Abholungen oder spätestens beim Abflug darauf wo genau ihr hin müsst. Ich bin günstig mit dem Bus in der Stadt gefahren, da meine Mama und Schwester erst einige Stunden nach mir angekommen sind. Bereits auf dieser ca. 20 minütigen Fahrt kann man ein Highlight von Nizza genießen- die 7 km lange Promenade.

promenade von Oben 2

Unser Hotel liegt direkt neben dem „Jardin Albert 1er“ und heißt auch so. Für uns drei hatte ich ein passendes Zimmer reserviert und beim Betreten dieses, begannen meine Augen zu leuchten, denn es war ein richtiges Prinzessinnenzimmer mit einem hammer Ausblick.

Obwohl das Hotel zentral und an einer tagsüber stark befahrenen Straße liegt, ist das Zimmer dank gut isolierter Fenster ruhig. Nur 10 Minuten Fußweg entfernt beginnt die Altstadt von Nizza. Das freundliche Empfangspersonal hilft einem gerne bei Fragen weiter, um z. B.  den nächsten Supermarkt zu finden. Ich liebe es mit offenen Augen durch eine mir neue Stadt zu schlendern. Wie sehen die Gebäude aus? Wie bewegen und unterhalten sich die Menschen? Was herrscht für eine Stimmung und wie wirkt sich das auf mich aus? Die erste halbe Stunde bin ich ausschließlich damit beschäftig die Stadt und seine Menschen auf mich wirken zu lassen. Der erste Eindruck und das erste Gefühl einer neuen Stadt ist jedes Mal etwas ganz besonderes für mich.

Blick von Oben auf die Promenade

Durch die Gassen und über den Dächern von Nizza

Nizza ist eine der Städte wo ich persönlich an jedem zweiten Haus stehen bleiben könnte, um es zu bestaunen. Die meisten Fassaden in der Innenstadt sind aufwendig restauriert, es gibt aber genauso auch „alte“ Schönheit, wo der Lack schon etwas abblättert ist. Zu dritt erkunden wir bei einem langen Spaziergang die vielen kleinen Gassen. Als Ziel hatten wir uns den Schlosshügel mit dem „Parc du Château“ gesetzt. Wir hielten uns als Richtung „oben“, kamen aber auch an so manch eine Sackgasse.
Gassen von Nizza
Der Park hat in den Sommermonaten bis 20 Uhr geöffnet und so blieb uns trotz Umwegen genug Zeit die schönen Pflanzen und die wundervolle Aussicht zu genießen.

Ausblick auf Nizza

Hinauf ging es über den Eingang der Altstadt, der Rückweg führte uns zur Promenade. Die Treppen sind direkt in den Berghang gebaut und man hat immer den Blick auf das Meer. Die Pflanzen gehen mit den Häusern eine farbenfrohe Symbiose ein, sodass der Abstieg über die zahlreichen Stufen mit tollen Bildern versüßt wird.Rosa Haus am Berg

Nach diesem langen Spaziergang durch einer der Traum Städte der Côte d’Azur ist natürlich Stärkung angesagt. wir ließen uns von unserem Bauchgefühl leiten. In einer Nebenstraße fanden wir ein kleines schnuckeliges Lokal „Ville de Siena“ mit ein paar Tischen auf der Straße, die gut mit Gästen gefüllt waren und dennoch Platz für uns drei boten. Hier hat sich mal wieder der beste Tipp für Restaurants im Ausland bestätigt: Es müssen bereits viele Gäste da sein und diese sprechen am besten noch die Landessprache- da kann dann fast gar nichts mehr schief gehen. Gesättigt traten wir nach einiger Zeit den Rückweg zum Hotel an. Da es inzwischen dunkel geworden war, zeigte sich Nizza von einer neuen Seite und wieder bot die Stadt ein prächtiges Farbenspiel.

Kontraste in Nizza: Park und Blumenmarkt für jedermann vs. Hafen mit Luxusyachten

Bevor wir uns aufmachen, um Nizza weiter zu erkunden stärken wir uns bei einem leckeren und ausgiebigen Frühstück. Das Balthazar bietet zu einem fairen Preis tolles Frühstück mit Blick auf die Promenade und das Meer. Hier genießt man mitten im Großstadttrubel mit süßem oder herzhaftem Essen seinen Start in den Tag.

Zum Flair der Côte d’Azur gehört natürlich das Meer und auch die entsprechenden Yachten, die man überall vor der Küsten cruisen sieht. Im Hafen von Nizza kann man ein paar sehr schöne und eindrucksvolle Exemplare bestaunen. Doch bevor man zum Hafen gelangt, kommt an einem modernen Wahrzeichen von Nizza vorbei. Ich kann nicht sagen warum, aber man muss ein Foto von sich vor diesem Monument der Neuzeit machen 🙂

Ich muss gestehen den Hafen selbst und seine Umgebung finde ich persönlich eher unspektakulär. Jedoch sind die Yachten zum Teil wirklich schön anzuschauen und vor allem die Segler haben einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Auf eigene Gefahr kann man über die Kaimauer und bis zum Leuchtturm an der Hafeneinfahrt vorlaufen.

Ein gänzlich anderes Gefühl vom Leben in Nizza bietet die „Promenade du Paillon“, die sich mehrere Kilometer durch die Innenstadt zieht. Hier ist zwischen zwei Hauptverkehrsstraßen ein langegezogener Park angelegt, in dem es von verschiedensten Menschen nur so wimmelt. Ob Familien mit Kindern, Angestellte bei der Mittagspause oder neugierige Touristen, hier tummelt sich alles durcheinander. Die Straßen sind mit prachtvollen Gebäuden gesäumt, die man durch die bunt angelegten Bäume und Blumen sehr schön sehen und fotografieren kann.

So schlenderten wir drei Mädels gemütlich dahin, vergaßen die Zeit und kamen bei unserem eigentlichen Ziel dem Blumenmarkt mit reichlich Verspätung an. Dieser ist täglich außer montags geöffnet und bietet neben herrlichen Blumen auch lecker Essen und allerlei Krimskrams.

Eine gute Übersicht über alle Märkte in und um Nizza findet ihr hier .

Zum Mittag snakten wir an einem Stopp ganz nach meinem Geschmack: In der Confiserie Ballanger ist alles herrlich pastellfarben und sieht einfach nur mega lecker aus. Eine Nacht in diesem Leckermäulchenparadies und ich würde 10 kg zu nehmen 🙂

Ausflug zum Mont Baron und weitere kulinarische Höhepunkte in Nizza einer Traumstadt der Côte d’Azur

Der Mont Baron befindet sich westlich von Nizza auf einer kleinen Halbinsel. Mit der Buslinie 14 fährt man den Berg hinauf während man immer wieder einen Ausblick über die Stadt erhaschen kann. An der Endhaltstelle, die genauso heißt wie das Ziel heißt es aussteigen. Auch wenn die Beschilderung des Aussichtspunktes nach rechts zeigt, geht ihr über die Straße und links den Weg leicht hoch. Hier genießt ihr einen unfassbar schönen Ausblick auf Nizza und das Meer und seid dabei auch noch ungestört.

Blick auf Nizza mit Boot

Der Weg ist eben und gesäumt von großen Bäumen, die Schatten spenden. So kann man diesen Ausflug auch bei heißem Wetter angehen. Zwischen den Bäumen und Sträuchern tut sich immer wieder der Blick auf und man kann in aller Ruhe die Aussicht genießen. Eine Überraschung gab es auf der anderen Seite des Berges. Denn in der Bucht ankern die großen Kreuzfahrtschiffe, um ihre Gäste an Land zu bringen. Von hier oben sehen aber sogar diese gewaltigen Riesen recht klein aus. Das Segelschiff, das wir bei der Ausfahrt aus dem Hafen entdeckt haben, verfolgten wir noch ein ganzes Stück um den Berg herum, bevor es aufs Meer hinaus verschwand.

Ausblick Baum mit Boot

Aber nicht nur die Aussicht lohnt einen Ausflug hierher. Zurück gingen wir zu Fuß auf verschlungenen Pfaden durch viel Grün und alte Steintreppen hinunter, die an noch älteren Gebäuden vorbei führten.Abstieg vom Mont Baron

Immer mit Blick über Nizza oder auf das Meer.

Gasse in NIzza Traumstadt an der Côte d'Azur

Der Mont Baron mit seiner Aussicht und den wunderschönen Wegen den Berg hinab, macht für mich Nizza zu einer Traumstadt der Côte d’Azur.

Den kulinarischen Höhepunkt unserer Nizza Reise erlebten wir im „Le Plongeoir“. Vorweg sei gesagt, dass das Restaurant eher zur oberen Preiskategorie gehört. Wer also nicht bereit ist mehr als 80 € pro Person für das Abendessen auszugeben, der liest besser nicht weiter und guckt sich vor allem nicht die Bilder an.

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich ein Restaurant mit eigenem Fahrstuhl gesehen. Das „Le Plongeoir“ ist auf einem Fels im Wasser gebaut. Der Eingang ist entweder über den Fahrstuhl oder über eine schmale Treppe erreichbar. Das Essen und der Wein sind göttlich und der freundliche Oberkellner spricht gutes Deutsch, da er einige Jahre in Deutschland in verschiedenen Städten gearbeitet hat.

Unbezahlbar ist die Aussicht, die man während des Essen genießt. An einem schöneren Ort habe ich selten mein Abendbrot zu mir genommen.

Zum Abschluss noch ein bisschen Meer

Was ich bei unserem Aufenthalt in Nizza etwas merkwürdig fand, war die Unaufdringlichkeit des Meeres. Eigentlich finde ich das Meer ob nun auf einer Insel oder an der Küste sehr präsent. Man sieht es überall, man hört es und man riecht es. In Nizza haben wir das Meer extrem ruhig erlebt. Als würde es sich ein wenig im Hintergrund halten wollen, um der Stadt nicht zu viel Aufmerksamkeit zu nehmen. Vielleicht habe ich es so war genommen, weil es Anfang Mai noch zu kalt für mich zum Baden war. Oder es passt sich wirklich so gut an die Umgebung, ob nun Hafen, Promenade, Restaurant oder Aussichtspunkt an, dass man es erst auf den zweiten Blick wahrnimmt. Aus diesem Grund an dieser Stelle noch ein „only Meer“ Bild:

Nur das Meer

(Werbung unbeauftragt)

Was wir auf unserem Tagesausflug nach Monaco erlebt und wie viel wir im Casino gewonnen haben, erfährst du hier Ein Rundgang durch Monaco.

Dir reicht das „Bisschen“ Meer nicht aus? Dann schau auch hier vorbei Lanzarote-das erste Mal auf den Kanaren.

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15 Kommentare

  1. Ein toller Tipp, das Le Plongeoir. Da werden wir bestimmt mal hingehen. Ich liebe solche Aussichten. Dazu ein schönes Dinner. Perfekt. Ich seh schon, Nizza muss mal wieder bereist werden.
    Viele Grüße
    Bruno

  2. Schöner Bericht! Ich selbst mag Nizza so gar nicht, klar nette Ecken, schöne Promenade, wunderbare Altstadt und Markt, aber wirklich mein Herz erobert hat die Stadt nicht, vor allem wenn man das Zentrum verlässt, wir hatten eine wunderbare Airbnb Unterkunft total versteckt in einem Hinterhof, nicht weit vom Bahnhof und da muss man schon sagen, dreckig und ungepflegt. Schön mal gesehen zu haben , aber so unbedingt muss ich nicht zurück.

    Lg aus Norwegen
    Ina

  3. Liebe Fine,
    bisher haben wir Nizza immer rechts liegen lassen. Vielleicht sollten wir doch mal in die Stadt reinschauen. Es hat ja anscheinend doch die ein oder andere Ecke, die noch sehr ursprünglich wirkt.
    Liebe Grüße

    Alex

    1. Oh ja, auf jeden Fall der Mont Baron lohnt sich für einen Ausflug. Dafür müsst ihr noch nicht einmal in die Stadt selbst, wenn ihr nicht wollt.

  4. Da habt ihr aber einen traumhaften Mädelstrip hinter euch 😊 ich war leider noch nie dort, aber die Fotos sehen einfach nur toll aus 😊 da kann ich aber schon anfangen zu sparen, wenn das so teuer ist 🙈

  5. Sehr schön! Nizza möchte ich mir auch einmal anschauen. Gerade dieser Gegensatz von so „einfachen“ Dingen wie dem Blumenmarkt, dann aber auch wieder der pure Luxus in Form von Yachten und Autos, das würde ich mir gerne mal ansehen.
    Und die Leckereien der Confiserie Ballanger sehen wahnsinnig aus. Da habe ich schon vom Bilder ansehen 10 kg zugenommen 😉

    Lg Miriam

  6. Whoa, 80 EUR/Person für’s essen? Das wäre mir glaube ich zu viel des Guten, zumal essen für mich eigtl. nur Nahrungsaufnahme ist und ich das nie wirklich so zelebriere. Dafür hat man im Verhältnis zum preis einfach viel zu wenig davon – auch wenn das wirklich lecker aussieht was da auf dem Teller kredenzt wird. 🙂 Nizza scheint im Gesamten jedenfalls eine Reise wert zu sein, danke für den tollen Bericht!

    Lg,
    Andreas

    1. Vielen Dank! Essen ist bei mir in der Regel auch etwas günstiger 😉 Das Gute an Nizza ist, dass es eben auch anders geht. Ich hatte zunächst die Befürchtung, dass alles überteuert ist. Das kann ich nun aber definitiv verneinen.

  7. Ich wusste ja gar nicht, dass die Stadt so vielseitig und wunderschön ist 😍
    Da muss ich auf jeden Fall auch mal dringend hin. Dein Bericht kommt dann natürlich mit auf die Reise.

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