Italien ist wohl eines der liebsten Urlaubsländer der Deutschen. In meinem Freundeskreis hier in Köln war so ziemlich schon jeder mindestens einmal dort und das in der Regel in seiner Kindheit. Auch ich bin das erste Mal in Italien mit meinen Eltern und mit meinen Ehemann – also nicht mehr ganz so jung 😉 Wir erkunden zu viert Norditalien von Mailand bis nach Florenz. Den Reisebericht teile ich in zwei Hälften. In diesem Artikel geht es um Mailand, den Gardasee und Verona.
Kurz & Knapp
Eine knappe Stunde Flug über die Alpen entfernt liegt Mailand. In dieser wunderschönen Stadt kann man nicht nur herrlich shoppen, sondern auch durch Parks flanieren und mit einem Boot über die Kanäle schippern. Mit dem Auto sind es dann eigentlich nur 2,5h an die Nordspitze des Gardasees. Wenn jedoch ein Bergtunnel gesperrt ist, dann kann die Fahrt auch 4h dauern. Der Ort Riva del Garda ist Ausgangspunkt für Wanderungen, Wassersport sowie Ausflüge rund um den ganzen See und in bekannte Städte wie z. B. Verona.
Empfehlenswert
Abstecher zu den Wasserstraßen „Naviglio“ in Mailand
Bei unserem ersten Besuch in Mailand haben wir uns natürlich den Dom und die berühmte Vittorio Emanuele II Shoppinggalerie angeschaut. Aber in dieser bezaubernden Stadt gibt es noch so viel mehr zu sehen! Unser Hotel lag direkt in der Nähe zum großen Simplonpark. Am westlichen Eingang steht der „Arco della Pace“ – der Friedensbogen. Bei herrlichstem Sonnenschein erkundeten wir die Gegend. Die zahlreichen umliegenden Restaurants bieten leckere Getränke zum Abkühlen.
Im Osten schließt der Park mit der Festungsanlage „Castello Sforzesco“ ab. Wenn man möchte kann man sich das Castello auch von Innen mit wechselnden Ausstellungen anschauen. Uns reichte es durch den Hof zu schlendern und dem Wasserspiel des Springbrunnens zu zusehen. Auf dieser Seite des Parks gibt es eine kleine Bar mit großer Terrasse und schmackhaften Cocktails. Hier kann man bis in die Nacht hinein schnattern, trinken und einfach genießen.
Beeindruckende Werke
Mailand ohne einen Einkaufsbummel zu verlassen wäre eine Schande und die Galerie Vittorio Emanuele ist wirklich sehenswert. Verlässt man die Galerie und erkundet die kleinen Straßen hinter dem Dom stößt man auf unzählige Geschäfte mal mit großen bekannten Markennamen und mal ganz unbekannte Kostbarkeiten. Die Mischung hat mir persönlich sehr gut gefallen.
Auch der Mailänder Dom ist mit seinem hellen Marmor in der Sonne eine Augenweide. Der Kölner Dom ist aber mindestens genauso beeindruckend, wenn er im Vergleich auch eher etwas „dreckig“ wirkt 😉
Nachhaltig beeindruckt hat mich eine Wand. Ok, nicht irgendeine Wand- sondern die Wand im Dominikanerkloster „Santa Maria delle Grazie“ auf der Leonardo da Vinci sein berühmtes Fresko „Das letzte Abendmahl“ gezaubert hat.
An die Eintrittskarten war gar nicht leicht ranzukommen. Auf vielen Internetseiten gibt es diese nur in Verbindung mit teuren Stadtrundfahrten und -Führungen. Ich bin letztendlich über eine englische Website an „reine“ Eintrittskarten gelangt. Ohne Karten sollte man sich nicht auf sein Glück verlassen. Wir waren im Hochsommer, also nicht die klassische Städtetrippzeit, dort und es gab keine freien Plätze mehr vor Ort.
Alle Besucher werden in kleine Gruppen eingeteilt und man betritt den hohen Raum durch mehrere Luftschleusen. Innen angelangt hat man 15 Minuten Zeit sich von dem Meisterwerk verzaubern zu lassen. Aufnahmen sind ohne Blitz gestattet, aber kein Foto kann wiedergeben was man dort sieht.
Eine Bootsfahrt über die Kanäle von Mailand
Wusstet ihr, dass Mailand auch das „kleine Venedig“ genannt wird? Ich gebe zu, dass mir das bis zu unserer Reise völlig unbekannt war. Um so gespannter war ich als wir mit einer der „antiken“ Straßenbahnen Richtung Süden zum Navigli-Viertel reisten.
Der „Naviglio Grande“ und der „Naviglio Pavese“ sind die Überbleibsel zahlreicher Kanäle die früher einmal Mailand durchzogen haben. Heute gibt es an den Ufern neben zahlreichen Restaurants, Geschäfte zum Einkaufen sogar eine Kirche (die bei unserem Besuch leider restauriert wurde).
Wir holten uns Karten für eine Bootsfahrt über den Kanal und gingen vorweg hervorragend Essen. Im Restaurant Officina12 hat mein Mann eines der besten Steaks in seinem Leben gegessen!
Mit dem Sonnenuntergang legte das Boot vom Kai ab. Während der ca. einstündigen Fahrt ging es die Wasserstraße rauf und runter und wir konnten das bunte Treiben sowie zahlreiche schöne Gebäude vorbeigleiten sehen. Die Informationen kamen auf Englisch aus einem Lautsprecher und waren für mich eher schwer zu verstehen. Die Fahrt lohnt sich, wenn man nach einem Tag mit vielen tausend Schritten auch mal sitzend etwas sehen möchte.
Wenn man das erste Mal den Gardasee erblickt…
Am nächsten Tag ging es für uns mit dem Mietwagen weiter zum Gardasee. Das Auto hatte ich im Vorfeld und auf Grund der günstigen Anbindung mit der U-Bahn beim Flughafen Mailand Linate gebucht . Für die Fahrt hatte das Navi 2,5 h angesetzt und so fuhren wir ganz entspannt in die Berge.
Unser Ziel Riva del Garda liegt an der nördlichsten Spitze des großen Sees. Immer weiter hinauf ging es durch mehrere kleine Städtchen, enge Kurven und entlang der hohen Steilwände. Nach einigen Höhenmetern tat sich eine Lücke in der Felswand auf und ich sah zum ersten Mal den Gardasee. Nie im Leben hätte ich gedacht wie blau der See ist. Mir stockte kurz der Atem, weil der Ausblick so grandios war. Ich habe schon das ein oder andere kristallklare Meer gesehen und auch schöne Badeseen, aber das Blau des Gardasees zusammen mit der strahlenden Sonne und dem Bergpanorama hat mir einfach die Sprache verschlagen.
Der Moment war kurz, denn wir fuhren ja im Auto. Kurz dachte ich noch „Schade, dass wir so schnell vorbeihuschen“ und im nächsten Augenblick standen wir mit vielen anderen Urlaubern still. In einem Tunnel gab es einen Autounfall und nichts ging mehr. Im Urlaub aufregen- das bringt ja eh nichts. Also übten wir uns in Geduld und als wir zentimeterweise Vorwärts krochen kam bald eine Eisdiele in Sicht. Alle außer mir stiegen aus, um uns die Wartezeit mit Eis zu versüßen. Natürlich ging es in dem Moment weiter. Also steuerte ich einen kleinen Parkplatz an und wartete auf meine Mitreisenden.
Mit 2 Stunden Verspätung trafen wir dann in unserem Hotel Portici ein. Es liegt direkt an der Promenade und man hat einen herrlichen Blick auf die Umgebung. Riva del Garda selbst ist ein typisches Touristenörtchen mit vielen Gassen in denen man schön bummeln kann. Es gibt einige Bars und Restaurants an der Promenade, die lecker Essen und Trinken anbieten. Durch die vielen Deutschen Urlauber habe ich mich ganz kurz an den Ballermann auf Mallorca erinnert gefühlt. Aber das ist dann doch ein falscher Eindruck, denn das kleine Städtchen hat wesentlich mehr Charme mit seinen alten Häusern und das Bergpanorama gibt es auf Mallorca auch nicht.
Auf und über Wasser – mit dem Speedboot über den Gardasee
Mein persönliches Highlight auf dieser Etappe war eine Stunde mit dem Speedboot über den nördlichen Teil des Gardasees zu düsen. Der Fahrtwind bläst einem nicht nur ins Gesicht:
Unser Guide führte uns zunächst langsam vorbei an den Wassersportlern, die surften, schwammen oder auch mit Tretbooten unterwegs waren. Dann gab er Vollgas und schnell wurden die Häuser hinter uns kleiner. Während wir die Sonne und den Ausblick genossen, klärte er uns über dies und jenes auf.
Es gibt z. B. ein altes verlassenes Hotel, das direkt an den Fels gebaut ist. Neben an endet ein kleiner Wasserfall an den wir ganz nah heranfuhren. Hätte ich das nötige Kleingeld, wüsste ich wo ich investieren würde.
Am nächsten Tag erkundeten mein Papa und ich das Gelände zu Fuß. Sehr früh am Morgen machten wir uns auf, den bei der Bootstour entdecken Wasserfall von oben zu betrachten. Ein recht anspruchsvoller Wanderweg entlang der alten Bergstraße führt bis über den Gipfel zum „Largo di Lidro“.
Der See ist ein beliebtes Ziel für Mountainbiker und ca. 10 km von Riva del Garda entfernt. Wie viele Höhenmeter es sind vermag ich nicht zu schätzen. Wir kehrten bei ca. der Hälfte des Weges nach einer kurzen Rast wieder um. Die Sommersonne brachte die Temperaturen wieder an die 30 ° Grad und da gibt es an so einem See auch bessere Möglichkeiten seine Freizeit zu verbringen, als zu wandern. Der Ausblick war die Anstrengung aber wert wie man am Beitragsbild sehen kann.
Mit diesem Artikel mache ich mit bei der Blogparade von Tatjana mit ihrem Blog Lieblingsspot. Hier könnt ihr weitere „Lieblingsorte“ am Gardasee entdecken. Auch bei Matthias kannst du weitere Aktivitäten rund um den Gardasee entdecken – etwa die schönsten Strände am Gardasee.
Verona – ganz große Bühne
Mit dem Auto sind es ungefähr 1,5h Stunden in die Stadt von Romeo und Julia. Die Stadt bietet genügend Parkhäuser, die mit dem Auto gut zu erreichen sind. Man muss sich nicht in das größte Verkehrsgewühl stürzen und ist dennoch innerhalb weniger Gehminuten mitten drin.
Bereits einige Monate vor unserer Reise hatte ich uns Opernkarten für die Arena von Verona organisiert. Im Sommer werden in dem alten Amphitheater verschiedene Opern unter freien Himmel gespielt. Wir haben uns Tosca von Giacomo Puccini angesehen. Meine Eltern unten im „Parkett“ und mein Mann und ich nahmen für eher kleines Geld auf den Steinbänken platz. Leider ist es tatsächlich super heiß, weil sich die Steine zum einem aufheizen und die Sonne unbarmherzig vom Himmel knallt. Zudem sitzt man eng aneinander gedrängt und hat vor seinen Füßen direkt die nächsten Gäste sitzen und im schlimmsten Fall die Knie vom Hintermann fast im Rücken.
Nach dem ersten Akt lichteten sich die Reihen der Zuschauer merklich, so dass ich es mir ein bisschen bequemer machen konnte. Heinz gehörte auch zu denen, die genug Oper gesehen hatten. Wenn man Opern wirklich mag, dann kann ich nur empfehlen ein bisschen mehr Geld zu investieren und sich eine Karte auf festen Sitzplätzen zu holen. Um zu testen, ob das etwas für einen ist, reichen die günstigen Karten aus.
Julias blitz blanker Busen und kühle Plätze
Natürlich wollte ich auch den berühmtesten Balkon der Dramenwelt sehen. Leider war ich da nicht die einzige. Der Andrang war so enorm, dass ich mich nicht in den kleinen Innenhof traute. Dafür gibt es direkt neben dem Eingang ein kleines Geschäft, bei dem man kostenlos in das Obergeschoss kann, um einen ungestörten Blick auf den Balkon werfen zu können. Dort oben habe ich dann auch die Statue der Julia mit den blitz blanken Busen gesehen. Angeblich bringt es Glück diesen zu berühren. Das finde ich persönlich echt schräg. Romantik kam bei mir jeden Falls nicht auf.
Umso schöner ist die Altstadt und die Ufer Promenade. Es gibt unzählig viele alte Häuser die einen ganz besonderen Charme ausstrahlen und das Treiben auf den Märkten lädt zum Verweilen ein. Am Ufer des Etsch suchten wir ein bisschen Abkühlung und die Luft ist tatsächlich besser als in der Innenstadt selbst. Man kann wunderbar schlendern und viele Bäume spenden Schatten.
Ebenfalls runterkühlen kann man sich in den zahlreichen Restaurants um die Arena herum. Nicht nur mit kalten Getränken sondern auch mit Ventilatoren, die in regelmäßigen Abständen einen feinen Sprühnebel verteilen, wird hier gegen die Sommerhitze angekämpft. Nebenbei erfährt man dann auch wie die riesigen Kulissen der Oper in die Arena kommen- per Krahn!
Verona ist ein hübsche Städtchen, das neben der Arena und dem Balkon von Julia einiges zu bieten hat.
Weiter ging es für uns mit dem Mietwagen in die Toskana. Mehr dazu findet ihr Rundreise durch Norditalien 2 auf meinem Blog. Oder wie wäre es mit einem Roadtrip von Österreich durch Italien bis runter nach Pisa? Dann schau doch beim Familienreiseblog „Fravely“ vorbei und lass dich auf eine spannende Reise mitnehmen.
Im Juli 2016 sind wir zum ersten Mal mit einem Hausboot unterwegs gewesen. Gute Freunde kamen auf die Idee mit einem barrierefreien Bungalowboot die Havel in Brandenburg zu befahren. Keiner von uns hat einen Bootsführerschein oder war schon einmal auf so einem Hausboot unterwegs. Das macht aber auch nichts, da diese Boote extra für den Tourismus gebaut wurden. Nach einem kurzen Test zu den wichtigsten Regeln und einer ausführlicheren Einweisung mit Probefahrt kann das Hausboot Abendteuer los gehen.
Kurz & Knapp
Der Liegeplatz der Bungalowboote befindet sich in Plaue. Von dort aus geht es in die eine Richtung zu drei großen aneinander grenzenden Seen, die sich gut zum Baden eignen und wo auch Wassersport angeboten wird. In die andere Richtung geht es die gut ausgebaute Havel entlang. Bei der Stadt Brandenburg gibt es zum Einkaufen einen Anleger, von dem aus fußläufig ein Supermarkt erreichbar ist. Stromabwärts sollte man seinen Proviant dabei haben, denn erst in Rathenow befinden sich die nächsten Einkaufmöglichkeiten. Dazwischen gibt es jede Menge wunderschöne Natur zu entdecken und viele abwechslungsreiche Ankerplätze. Auf dem Weg zu den Seen kreuzt man eine Hauptverkehrsstraße, wo uns die großen Frachter ganz schön Respekt eingeflößt haben. Auf dem Weg nach Norden liegen einige Schleusen und vor allem die kleineren in Rathenow sind für Anfänger eine Herausforderung.
Für unsere erste Hausboottour haben wir mit sehr guten Freunden mein Heimatbundesland Brandenburg ausgewählt. Auf der Havel meisterten wir in einer guten Woche so manche Herausforderung, die unsere Freundschaft auf die Probe stellte. Auch wenn so ein Bungalowboot recht großzügig ist, sind die Wände dünn und Ausweichmöglichkeiten auf dem Fluss quasi nicht vorhanden. Man sollte sich also gut überlegen mit wem man so ein Hausboot Abendteuer beschreiten möchte.
Los ging es für uns in Plaue. Hier ist der große Stützpunkt der Bootsvermietung, der auch einen gesicherten Parkplatz für das Auto bietet. Zum beladen der Hausboote, mit allem was man so für eine Woche benötigt, stehen Bollerwagen zur Verfügung. Im Vorfeld erhält man die Seekarten sowie die Verkehrsregeln für die Wasserstraßen. Ein Crewmitglied muss den Charterschein machen und wird dafür auch abgefragt.
Wer am Anreisetag schnell den Anker lichten möchte, sollte sich die Unterlagen im Vorfeld gut durchlesen. Bevor es losgeht, gibt es noch eine ausführliche Einweisung für das Boot, inklusive Proberunde mit Einparkübung sowie Ankern und Tipps zum „Geradeausfahren“. Das ist mit so einem Gefährt gar nicht so einfach wie man denken mag. Nicht zu vergessen sind natürlich die Vorfahrtsregeln – Enten dürfen immer kreuzen wie sie wollen!
Plauer-, Breitling- und Mösersee
Die ersten Tage wollten wir das besonders schöne und warme Wetter nutzen und die drei großen in einander übergehenden Plauersee, Breitlingsee und Mösersee erkunden. Bereits nach den ersten hundert Metern auf der zunächst ruhigen Havel, öffnet sich der Fluss zum Plauersee. Dieser wird von einem Kanal für die Industrieschifffahrt durchkreutzt. Das bedeutet, man fühlt sich mit seinem gerade noch so großen Hausboot auf einmal sehr klein und versenkbar. Es ist zwar nicht viel los, aber wir hatten das „Glück“, dass gerade ein großer Schrottdampfer vorbeifuhr. So ähnlich muss es einer Ameise gehen, wenn ein Auto vorbeirollt. Meine Freundin und ich hatten Schnappatmung während unser Skipper die Situation souverän meisterte.
Sobald man den Plauersee überquert hat, geht es durch eine schmale Einfahrt in den Breitlingsee. Hier ist es direkt viel beschaulicher, auch wenn am Wochenende viele Ansässige mit ihrem Boot unterwegs sind. Für unseren ersten Abend auf dem Wasser fanden wir ein schönes Plätzchen.
Die ersten Tage verbrachten wir auf dem Breitling- und Mörsersee mit schwimmen, schnorcheln und diversen Anlegemanövern. Beide Seen sind sehr flach. Als ungeübte Seefahrer haben wir uns mehrfach festgefahren. Zum Glück war mein Mann kräftig genug, um immer wieder in das kühle Nass zu springen und uns freizuschieben.
Als wir ein bisschen Fahrpraxis gesammelt hatten, trauten wir uns die begradigte Havel nach Brandenburg rein. Dort gibt es einen großen Anleger, der direkt für einen Supermarkt gebaut wurde. „Groß“ ist dabei relativ, wenn bereits mehrere Boote zum Einkaufen festgemacht haben. Sich auf einem See bei weichem Untergrund festfahren ist nicht so schlimm. Vor fremden Augen die Kaimauer rammen wäre schon peinlich. Entsprechend angespannt waren wir als Crew. Eins, zwei Versuche und mit Unterstützung von anderen Reisenden, haben wir es aber ohne Schaden an Boot und Mannschaft geschafft. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Hilfsbereitschaft unter den „Seeläuten“ groß ist und jeder jedem hilft. Das hat mich positiv überrascht.
Nach dem Einkauf steuerten wir wieder auf den Breitlingsee und erholten uns von dem „Großstadt“ – Ausflug.
Kraft tanken vor der ersten Schleuse
Nach den Seen sind wir Richtung Norden die Havel abwärts gefahren. Da das Wochenende vorbei war und noch keine Ferien in Brandenburg begonnen hatten, war auf dem nächsten Abschnitt sehr wenig Betrieb. Man kann in aller Ruhe die Natur genießen, schippert vorbei an Feldern, kleinen Dörfern und vielen verschiedenen Vogelarten. Der Fahrtwind bläst einem mal sanft und mal kräftiger ins Gesicht. Ich persönlich konnte mich komplett entspannen und von allen Alltagssorgen abschalten. Es hört sich vielleicht komisch an, aber so eine Fahrt entschleunigt total- kein Termindruck, keine tausend Gedanken- einfach nur genießen und natürlich essen! Dank der Feuerschale an Bord konnten wir viel grillen und abends ein gemütliches Lagerfeuer entfachen.
Bei Schleusendurchfahrten sollte man auf die Öffnungszeiten achten. Vor der ersten Schleuse Richtung Rathenow gibt es einige schöne Buchten bei denen man gut festmachen kann. Dies taten wir auch und wurden von der Natur mit einem herrlichen Sonnenuntergang in die Nacht begleitet.
Am nächsten Morgen war es dann soweit und die Schleuse öffnete ihre Tore für uns und auch ein paar andere Flusstouristen. Wir waren alle vier etwas aufgeregt aber es hat super funktioniert. Das Festmachen an der Mauer war kein Problem und mit der richtigen Knotentechnik, lässt sich auch das Hausboot während des Runterfahrens gut halten. Nach dieser gemeisterten Herausforderung waren wir alle stolz auf uns und tuckerten frohen Mutes Richtung Rathenow weiter.
Leerer Tank und ein Wehr – schlechte Kombination!
Nach einigen weiteren Kilometern zweigt sich die Havel und man kann rechts nach Rathenow abbiegen. Nun hatte ich auch mal für einige Zeit das Steuer übernommen, was ich mich die ersten Tage noch nicht getraut hatte. Ich lotste uns vorbei an den ersten Wassergrundstücken mit hübschen Gärten und vorbei an Wehren, die natürlich nicht befahren werden durften.
Gerade als wir auf ein großes Wehr zusteuerten, vor dem wir rechts abbiegen mussten, verstummte der Motor. Ich versuchte ihn neu zu starten, ohne Erfolg. Wir verloren an Geschwindigkeit und leider auch die Kontrolle über die Steuerung des Bootes. Ohne aktiven Vortrieb hat das Ruder keine steuernde Wirkung mehr. Dank der Strömung fuhren wir langsam aber konstant genau auf das Wehr zu. Während einer nach hinten eilte um den Tank zu checken, versuchte mein Mann nach vorne einen Anker auszuwerfen und festzumachen. Ich geriet in Panik und sah uns in Gedanken bereits das Wehr hinabstürzen. Auch meine Freundin fügte sich still dem Unausweichlichem.
Alle Ankerversuche scheiterten und ich brüllte den Männern hilfreich die verbleibenden Meter zum Abgrund in die Ohren. Gott sei Dank sind die Wehre entsprechend Beschildert. Es gibt Schilder mit Zeichen, die vor der Gefahr warnen und kurz vorher gibt es noch eindeutige Stoppschilder und genau so ein Stoppschild brachte uns zum Stehen. Wir trieben dagegen und gewannen genug Zeit um aus den Ersatzkanistern nachzutanken. Nach diesem Nahtoderlebnis kontrollieren wir jeden Morgen die Tankfüllung.
Unsere Freunde nutzen die Anlegemöglichkeit in Rathenow, um per Rad einen Ausflug zu unternehmen. Die Stadt bietet mehrere Ausflugsmöglichkeiten wie z. B. ein Optik-Industrie-Museum.
Der Wendepunkt unserer Reise
Kurz hinter Rathenow befindet sich die Abzweigung zu unserem anvisiertem Wendepunkt- der Hohennauenersee. Er ist über eine künstlich angelegte und sehr schmale Wasserstraße mit der Havel verbunden. Beim Anblick der Einfahrt dachten wir zunächst, dass dies nicht passen kann. Aber es ist erstaunlich wie breit der Weg wird je mehr man sich ihm nähert. Ganz einfach war es dennoch nicht, weil die Straße auch recht flach ist.
Das „Geradeaussteuern“ hatten unsere Skipper aber inzwischen hervorragend raus. Der See bietet diverse schöne Ankerplätze. Wir hielten vor einem ausgedehnten Seerosenfeld und zum ersten Mal auf der Reise nutze ich die Hängematte.
Abends irritierten uns merkwürdige Geräusche aus dem gegenüberliegendem Wald. Es hörte sich an als würde eine Katze ganz bitterlich mautzen. Aber die Lautstärke lies eher vermuten, dass es sich um einen Vogel handelte. Also schnappte ich mir mein Vogelkundlerbuch, welches ich extra für solche Fälle eingesteckt hatte. In meinem bisherigen Naturleben war es mir keine große Hilfe, weil ich mit so tollen Beschreibungen wie z. B. „Stimme: Als Ruf ein helles, gezogenes >>hiiiaäh<< oder ein kurzes >>jük<<“ (Habicht) nicht viel anfangen kann. Aber als ich folgende Beschreibung las wusste ich, dass wir es mit einem Mäusebussard zu tun hatten: „hohes, miauendes >>hiääh<<„. Aus dem Lachen kamen wir an diesem Abend kaum noch raus!
Auf dem Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt mieden wir Rathenow mit seinen Wehren und fuhren vollkommen entspannt die Havel aufwärts. Die Schleusen meisterten wir als Team mit guter Kommunikation spielerisch und hinter der letzten ankerten wir noch einmal in einer der wunderschönen Buchten. An diesem Abend waren wir jedoch nicht allein. Um uns herum waren hunderte von kreischenden Wildgänsen. Ein bisschen fühlten wir uns wie im Hitchcock-Klassiker „Die Vögel“. Außer waghalsigen Flugmanövern dicht über dem Hausbootdach, hatten wir aber nichts zu befürchten.
Den letzten Abend unseres Hausboot Abenteuers verbrachten wir nahe des BunBo Stützpunktes, um den Abgabetermin am nächsten Morgen entspannt einhalten zu können. Zurück in Plaue wollten wir gar nicht mehr vom Schiff runter und beim Betreten des Bootssteg waren wir noch etwas wackelig auf den Beinen. Unglaublich wie schnell man sich an das leichte Schwanken auf dem Boot gewöhnt. Diese 8 Tage gaben uns Entschleunigung pur und auch die Abenteuerlust kam nicht zu kurz.
(Werbung unbeauftragt)
Dir gefällt die Idee mit dem Hausboot auf Tour zu gehen, aber du möchtest es noch ruhiger? Dann ist vielleicht ein Urlaub auf der Peene noch besser für dich geeignet. Schau einfach mal rein Die Peene mit dem Hausboot erkundet.
Auf den Malediven schnorcheln, heißt im Paradies schnorcheln
Im November 2013 erfüllten wir uns einen langen Traum und flogen auf die Malediven. Für uns war es bisher der wunderschönste Urlaub. Zum ersten Mal hatten wir das Gefühl noch nicht „fertig“ zu sein. Bisher war in jedem Urlaub irgendwann der Zeitpunkt gekommen, an dem wir uns wieder nach Zuhause und zu unserem Stubentiger gesehnt haben. Dieses Gefühl blieb auf der paradiesischen Insel Filitheyo aus. Denn auf den Malediven schnorcheln, wird dich verändern!
Die Insel Filitheyo befindet sich im Nord-Nilandhe Atoll der Malediven und ist ca. 990m mal 500m groß. Sie bietet weiße Sandstrände, kristallblaues Wasser, ein spektakuläres Hausriff mit vielen Fischen, ein tolles Resort und eine deutschsprachige Tauchschule Werner Lau. Zusätzliches gibt es ein großes Angebot an verschiedenen Wassersportarten. Das Wetter war im November konstant bei ca. 30°C und feuchtwarm. Am Strand hat man zum Glück ständig ein laues Lüftchen. Sobald man aber z. B. zum Essen ins Inselinnere geht, merkt man das tropische Klima deutlich.
Von Anfang an von den Malediven verzaubert
Ok, der Hinflug mit Zwischenstopp in Abu Dhabi ist lang und versetzt mich persönlich noch nicht ins Schwärmen. Aber der Landeanflug auf die kleine Flughafeninsel neben der Hauptstadtinsel Male ist schon etwas besonderes. Hierbei kann man bereits einen Blick auf die ersten kleinen Inseln erhaschen.
Für die Weiterreise im Wasserflugzeug empfehle ich dir Ohrstöpsel, denn es ist ordentlich laut. Das hatte ich persönlich so nicht erwartet. Nach dem Start werden die Schiffe auf dem Meer schnell weniger und man hat einen fantastischen Blick auf die Insellandschaft der Malediven. Auch aus der Höhe siehst du schon warum du dich in einem Schnorchelparadies befindest.
Ankunft auf der Malediveninsel und Schnorchelparadies Filitheyo
Nach ca. 40 Minuten Flug und hunderten kleineren und größeren Inseln kam Filitheyo in Sicht und die Vorfreude auf unser erstes Malediven schnorcheln stieg ins Unermessliche.
Das Filitheyo Island Resort
Wenn man sich die verschiedenen Internetseiten und Bewertungen anschaut, dann findet man neben vielen sehr guten Bewertungen auch immer wieder kritische. Ich persönlich war sehr zufrieden mit dem Bungalow, dem Essen, dem Personal und der Umgebung auf der Insel.
Wir hatten „All Inclusive“ gebucht, weil alles ess- und trinkbare auf jeder Insel teuer ist und da macht auch diese keine Ausnahme. Nicht schön war die Gebühr für die Internetnutzung, das ist bis heute nicht inklusive. Wir hatten einen Bungalow am Strand zwischen den Bäumen und so immer ein schattiges Plätzchen. Mein persönliches Highlight war das offene Badezimmer mit Blick auf die Sterne beim Duschen.
Auf Grund der vielen Palmen gibt es jeder Zeit frische Kokosnüsse an denen sich nicht nur die Menschen erfreuen.
Besonders schön gelungen ist der Poolbereich mit Bar. Hier kann man wunderbar den Tag ausklingen lassen und mit etwas Glück einen magischen Sonnenuntergang erleben. Oft versperren jedoch Wolken am Horizont den freien Blick.
Ein großes Angebot an Wassersportaktivitäten, ein Spabereich und die Tauschule vervollständigen ein wunderbares Resort.
Tauchen und Schnorcheln am schönsten Hausriff der Malediven
Sowohl mein Mann als auch ich sind begeisterte Wasserratten. Heinz hatte im Sommer vor dem Urlaub seinen Tauchschein gemacht und ich liebe es wie eine kleine Meerjungfrau im Wasser zu tollen und frei von viel Geräten die Unterwasserwelt zu genießen. Das Hausriff auf Filitheyo ist sehr groß. Es kann von drei Seiten der Insel betaucht bzw. beschnorchelt werden.
Alle Details auch zu den zwei Schiffwracks, die in der Nähe versenkt wurden, sind auf der Interseite der Werner Lau Tauchschule beschrieben. In meinem Blog gebe ich meine ganz persönlichen Eindrücke wieder.
Was sehr schön für Urlauber und Natur ist, sind die gekennzeichneten Einstiege ins Hausriff. So wird vermieden, dass Korallen beschädigt und Fische gestört werden. Am Schnorcheln finde ich faszinierend, dass man sich, sobald der Kopf unter dem Wasserspiegel ist, in einer anderen Welt befindet. Alle Geräusche sind sofort verklungen und es eröffnet sich ein weiter Blick auf eine unbekannte Unterwasserlandschaft.
Beim ersten Mal wusste ich gar nicht wo ich zu erst hinschauen sollte. Ständig wechselte mein Blick von links nach recht, von oben nach unten und immer ging der Zeigefinger hierhin und dort hin, damit auch Heinz ja alles mitkommt. Ihm ging es genauso, sodass sich die Fische bestimmt dachten „Ach guck mal Erstlinge, die auf den Malediven schnorcheln!“.
Neben großen Fischschwärmen, die man je nach Strömung eine ganze Weile am Riff entlang belgeiten kann sind auch bunte Einzelgänger zu beobachten oder Pärchen, die mit einander zu tanzen scheinen.
Ich könnte noch hunderte Foto einfügen, dann habt ihr aber keinen Spaß mehr beim Seitenaufruf 😉 Die verschiedenen Fischarten kann ich nicht alle benennen, aber es gibt neben den zahllosen bunten kleinen Fischen auch Muränen, Schwarz- und Weißspitzenriffhaie, Papageienfische, Tintenfische und kleinere Rochen sowie Weißpunktrochen. Ich hatte das große Glück bei meinem letzten Schnorchelgang den majestätischen Riesen unter mir am Riff entlang gleiten zu sehen. Obwohl seine Bewegungen so ruhig aussahen, schwamm er doch recht schnell an mir vorbei und verschwand in die Tiefen des Indischen Ozeans.
Einen Meeresbewohner habe ich bisher noch nicht erwähnt und das ist die Schildkröte. Es hat bei uns auch ein paar Tage gedauert, bis uns die erste begegnete. Dafür war sie besonders frech und kam so schnell auf meinen Mann zu geschwommen, dass sie fast mit ihm zusammen gestoßen wäre. Mit etwas Abstand lassen sich diese wunderschönen Riffbewohner gerne anschauen.
Ausflüge mit der Werner Lau Tauchschule – auch zum Schnorcheln geeignet
Neben den schier unendlichen Entdeckungen am Hausriff haben wir auch mehrere Tauchausflüge mit der Tauchschule unternommen. Das Team ist mehrsprachig aufgestellt und kann neben deutsch und englisch z. B. auch spanisch. Alle sind super freundlich und sehr kompetent. Auch die Ausrüstung ist top. Mehrmals täglich starten zwei Boote, einmal für Anfänger und einmal für erfahrene Taucher, zu umliegenden Riffen und kleineren Inseln. Wir befanden uns immer auf dem „Anfängerboot“.
Auch ich als Schnorchlerin konnte mit und habe die verschiedenen Ausflugsziele parallel mit dem Beiboot selbstständig erkundet. So allein im offenen Meer zu schwimmen war zum Anfang etwas ungewohnt und ich schaute mich ständig nach dem Boot um- ist es noch in meiner Nähe, kann ich schnell genug hin, falls mich ein Hai fressen will. Diese Sorge war natürlich vollkommen unbegründet, weil es keine großen Haie gibt.
Die Riffe unterscheiden sich zum größten Teil durch die Korallen. Mal waren sie ähnlich wie die am Hausriff, mal aber auch riesen groß und in der Form von Tellern. Die meisten Fische hatten wir direkt bei Filitheyo. Dafür gab es an einem Riff einen ganz besonders blau schimmernden Fischschwarm, der erst auf mich zu und dann links und rechts an mir vorbei geschwommen ist. Ich konnte meinen Augen kaum glauben, habe es aber geschafft den Moment auf einem Foto festzuhalten.
Ich versuche mich hier ja im Beschreiben von Situationen und Gefühlen, es fällt mir aber schwer rüberzubringen wie wohl ich mich in mitten dieser Welt fühlte. Eigentlich hätte ich eine Meerjungfrau werden sollen- da bin ich mir inzwischen sicher 🙂
Wassersport neben dem Schnorcheln
Als wir zum ersten Mal auf Filitheyo waren, wurde noch der Verleih von Jetskis angeboten. Man konnte damit einen zu einer kleinen einsamen Nachbarinsel unternehmen. Damals wollte ich das unbedingt ausprobieren und zusammen mit einem Guide, der vor einem fahrend den Weg durch das Atoll weißt, habe ich den Geschwindigkeitsrausch voll genossen.
Inzwischen ist mir bewusst, dass so einen Angebot zwar attraktiv wirkt, für die empfindliche Natur aber auf gar keinen Fall gut sein kann. Ich befürworte absolut die Entscheidung des Ressort, dieses Angebot einzustellen. Inzwischen werden ausschließlich Wassersportarten ohne Motor angeboten, z. B. Stand Up Paddeln oder auch Kajakfahren.
Noch nicht am Ende – wir kommen wieder zum schönsten Hausriff!
Da uns diese Insel so sehr in ihren Bann gezogen hat, wollen wir auf jeden Fall wieder kommen. Wir können gar nicht genug von Dori und Nemo und all den anderen Riffbewohnern bekommen. Wir vermissen den warmen, weichen Strand. Wir wollen wieder im klaren Wasser schwimmen, schnorcheln und tauchen. Auf ein Wiedersehen!
Griechenland ist eines der beliebtesten Urlaubsländer von uns Deutschen. Aber die Olympische Riviera von Griechenland kennen nur wenige. Diese geschichtsträchtige Gegend liegt im Nordosten des Landes. Der Küstenabschnitt zieht sich ca. 70 km von Paralia bis Stomio und bietet wunderschöne Strände und viele Sehenswürdigkeiten im Landesinneren. Die Anreise geht über den Flughafen von Thessaloniki. Von dort ist es noch einmal ca. eine Stunde Autofahrt bis zu unserem Urlaubsort Paralia.
Die schönsten Strände entlang der Olympischen Riviera
Im Süden bei Stomio liegt der gleichnamige Strandabschnitt. Dieser ist wie eine kleine Landzunge, die durch Meerwasser vom Festland getrennt ist. Je nach Wind kann hier die Brandung stärker sein. Zur Hauptsaison wird dementsprechend z. B. auch Windsurfen angeboten. Nördlich von Stomio findest du noch Strandabschnitte, die fast unberührt sind.
Der feine Kiesstrand „Platamonas“ bietet mehr Infrastruktur und kleine Hotels zum übernachten. Das Wasser ist tiefblau und das Platzangebot auch in der Hauptsaison ausreichend.
Weiter Richtung Norden und Katerini entgegen findest du den „Panteleimonas“ Beach. Er ist durch einen kleinen Wald zweigeteilt. Der südlichere Abschnitt ist klein und relativ leer, während der größere Abschnitt umgeben von Campingplätzen ist und somit mehr Badegäste anlockt.
Ganz im Norden und noch ein kleines Stück hinter Paralia liegt das Mediterrane Village Hotel mit dem wohl schönsten Strand der ganzen Olympischen Riviera.
Olympische Riviera Mediterran Village
Ausflugsziele an der Olympischen Riviera
Das Umland der Olympischen Riviera bietet zahlreiche Ausflugziele. Mit dem eigenen Mietwagen bist du flexibel. Die größeren Hotels bieten aber auch Reisen mit Bus zu den unterschiedlichen Destinationen.
Olymp Gebirge
Während man auf der E75 von Nord nach Süd immer parallel zur Küste fährt, genießt man die ganze Zeit den Blick auf den Olymp, dem höchsten Gebirge Griechenlands. Es erhebt sich majestätisch an der Grenze zwischen Makedonien und Thessalien. Mit einer Höhe von 2.917 Metern ist sein Mytikas-Gipfel der höchste Punkt und seit der Antike von Mythen und Legenden umrankt. Laut griechischer Mythologie war der Olymp der Wohnsitz der zwölf olympischen Götter, angeführt von Zeus, dem Göttervater.
Heute ist der Olymp ein Nationalpark und zieht Naturliebhaber, Wanderer und Kletterer aus aller Welt an. Verschiedene Routen führen durch atemberaubende Schluchten, dichte Wälder und über schroffe Felsformationen. Besonders bekannt ist die „E4“-Route, die Wanderern ein unvergessliches Erlebnis bietet.
Der Olymp-Nationalpark beherbergt eine beeindruckende Artenvielfalt. Über 1.700 Pflanzenarten, darunter viele endemische, machen den Berg zu einem Paradies für Botaniker. Auch Wildtiere wie Steinböcke, Füchse und seltene Greifvögel sind hier zu Hause. Die Kombination aus alpiner Landschaft, mediterranem Klima und historischem Charme macht den Olymp einzigartig.
Unser Hotel ist so gelegen, dass der Blick nach hinten raus auf die Berge des Olymps geht. Suchst du einen Kontrast zum Sonnenbrutzeln am Strand, dann unternehme einen eintägigen Ausflug dort hin.
Olymp Gebirge
Die Stadt Katarini – Das Tor zum Olymp
Die größte Stadt im Norden der olympischen Riviera ist Katarini. Leider musste ich jedoch feststellen, dass es bis auf die eine oder andere hübsche Kirche nicht besonders viel zu sehen gibt. Wo hingegen die Menschen alle sehr freundlich und zuvorkommend sind. In einem kleinen Restaurant haben wir uns z. B. mit einem Einheimischen unterhalten, der selbst einige Jahre in Deutschland gelebt hat und ganz begeistert von der Struktur und der Ordnung war- für immer wollte er aber auf keine Fall bleiben.
Kirche in Katarini
Trotz allem gilt Katarini wegen ihrer Nähe zum Olymp auch als Zugang zu den wunderschönen Stränden der Olympischen Riviera. Das türkisfarbene Wasser der Ägäis und der feine Sand ziehen Badeurlauber wie uns an, die einen Kontrast zu den Wanderungen im Gebirge suchen.
Olympische Nächte
In der Region rund um den Olymp haben sich zahlreiche Traditionen bewahrt, die bei lokalen Festen und Märkten lebendig werden. Die „Olympischen Nächte“ in Katerini sind ein kulturelles Highlight, bei dem Musik, Tanz und griechische Köstlichkeiten die Straßen der Stadt erfüllen. Leider hatten wir keine Möglichkeit daran teilzunehmen. Vielleicht hätte ich die Stadt dann doch ein bisschen mehr begeistert 😉
Geschichtsträchtiges Thessaloniki
Wesentlich lohnenswerter ist da ein Tagesausflug nach Thessaloniki. Von ihrer Gründung ca. 300 v. Christus bis in das 20. Jahrhundert hinein war Thessaloniki eine begehrte und viel umkämpfte Hafenstadt. Die Einflüsse der verschiedenen Bevölkerungsgruppen sind bis heute gut sichtbar und am leichtesten an den vielen Kirchen und Moscheen zu erkennen. In jeder Gasse sind kleine und große Gotteshäuser versteckt und wenn man mit offenen Augen durch die Stadt geht kann man überall kleine Kunstwerke entdecken.
Abenteuerlich ist hingegen eine Fahrt mit einem klassischen Reisebus. Mit solch einem Gefährt sind wir zum höchsten Punkt der Stadt gefahren- der Akropolis. Mir ist bis heute schleierhaft wie weder die Außenspiegel des Busses noch die zahlreichen Häuser, Tore und Bögen keinen Schaden nehmen konnten. Von Oben hat man einen beeindruckenden Blick über die stark bebaute Stadt.
Blick von Akropolis auf Thessaloniki
Ein großer Teil der alten Stadtmauer ist hier noch erhalten und kann erkundet werden. Den Rückweg sind wir zu Fuß angetreten, um uns auf den Märkten der Stadt umzusehen und uns zu stärken. Da uns der Magen knurrte suchten wir den Modiano Markt auf.
Dies ist der Markt der Gerüche, denn hier wird von Gewürzen, über Obst bis hin zu Fisch alles angeboten, was essbar ist. Direkt am Markt gibt es zahlreiche Gaststätten in denen man sehr gut essen kann. Ich entschied mich für frischen Calamari. Nicht frittierte Ringe, die es in Deutschland so häufig gibt, sondern ein ganzer Tentakel- ganz zart und einzigartig im Geschmack.
Beim Reisen durch die Länder dieser Welt, probiere ich auch immer heimische Spezialitäten. Manchmal sind da außergewöhnliche Speisen dabei. Essenserfahrungen von unterschiedlichen Reisebloggern sammelt Henrik von „Fernwehkoch“ in seiner Blogparade „Mein verrücktestes Urlaubsessen“.
Essen in Thessaloniki
Nach dem wir köstlich gespeist hatten, schauten wir uns auch noch in den anderen Markthallen, wo es von traditionellen Ouzo bis hin zu Taschen „Made in China“ alles gibt, um.
Zurück am Ufer warfen wir noch einen letzten Blick auf das wohl bekannteste Wahrzeichen Thessalonikis den „Weißen Turm“. Dieser diente in der Vergangenheit den verschiedenen Herrschern als Gefängnis oder auch Kaserne und beherbergt heute ein Museum.
Weißer Turm von Thessaloniki
Schwebende Klöster von Meteora – Ein Meisterwerk zwischen Himmel und Erde
Die Meteora-Klöster gehören zu den spektakulärsten Sehenswürdigkeiten Griechenlands und ziehen jährlich unzählige Besucher aus aller Welt in ihren Bann. Hoch oben auf steilen Sandsteinfelsen thronend, scheinen die Klöster fast mit dem Himmel zu verschmelzen. Der Name „Meteora“ bedeutet übersetzt „schwebend in der Luft“ – und genau dieses Gefühl vermitteln die Klöster, die auf den Spitzen der bis zu 400 Meter hohen Felsformationen errichtet wurden.
Die Geschichte der Meteora-Klöster reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück, als sich Mönche auf der Suche nach Abgeschiedenheit und Schutz vor Feinden in diese abgelegene Region zurückzogen. Ursprünglich wurden die Klöster nur über Leitern und Seilwinden erreicht, was die Isolation und Sicherheit der Bewohner gewährleistete. Heute sind die meisten Klöster über in den Fels gehauene Treppen zugänglich, die Besuchern die Möglichkeit geben, diese architektonischen Wunderwerke hautnah zu erleben.
Von den ursprünglich 24 Klöstern sind heute noch sechs bewohnt, darunter das berühmte Kloster „Metamorphosis“ (Verklärungskloster) und das „Heilige Dreifaltigkeitskloster“, das durch James-Bond-Filme internationale Bekanntheit erlangte. Jedes Kloster ist ein einzigartiges Meisterwerk, reich an Fresken, Ikonen und Kunstgegenständen, die von der tiefen Religiosität und Geschichte der orthodoxen Kirche zeugen.
Viele Hotelgäste reisten zu den „schwebenden Klöstern“ von Meteora. Da mein Mann gesundheitlich etwas angeschlagen war mussten wir auf den Ausflug verzichten. Mit dem Bus sind es ca. 3h Stunden Fahrt, mit dem Auto nur 2,5h. Mitreisende, die die Fahrt auf sich genommen hatten waren restlos begeistert und schwärmten von den Klöstern die auf hohen einzelnen Felsen gebaut wurden und noch heute genutzt werden. Wir werden sicher noch eine Gelegenheit finden, um uns diese Sehenswürdigkeit anzuschauen 🙂 Für dich schon mal ein paar praktische Tipps für einen Besuch:
Beste Zeit für einen Besuch: Frühling und Herbst sind ideal, da die Temperaturen angenehm sind und die Landschaft in voller Pracht erstrahlt.
Anreise: Die Meteora-Klöster liegen in der Nähe der Stadt Kalambaka und sind mit dem Auto oder Zug gut erreichbar.
Dauer des Besuchs: Plane mindestens einen halben Tag ein, um die Klöster und die Umgebung in Ruhe zu erkunden.
Eintritt: Für den Zugang zu den Klöstern wird eine geringe Gebühr erhoben.
Olympische Riviera – lohnt sich ein Urlaub dort?
Wenn du auf der Suche nach einem entspannten Badeurlaub mit traumhaften Stränden und einer Auswahl an komfortablen Hotels bist, bist du in der Region der Olympischen Riviera genau richtig. Besonders zur besten Reisezeit zwischen Juni und September kannst du dich auf nahezu garantierten Sonnenschein freuen, der ideale Bedingungen für lange Strandtage und erholsame Stunden am Meer bietet.
Die Strände sind hier ein echter Geheimtipp. Sie zeichnen sich durch ihre Schönheit und Ruhe aus, ohne die überfüllten Menschenmengen, die man in anderen beliebten Urlaubsdestinationen oft antrifft. Das türkisfarbene Wasser der Ägäis lädt zum Schwimmen, Schnorcheln und Sonnenbaden ein. Für Familien, Paare und Alleinreisende gleichermaßen bietet die Region genau die richtige Balance aus Erholung und Abenteuer.
Was du vielleicht vermissen könntest, sind lange Strandpromenaden mit einer Vielzahl an Lokalen und Einkaufsmöglichkeiten direkt am Wasser. Dafür wirst du jedoch mit authentischer Gastfreundschaft und einer entspannteren Atmosphäre belohnt. Hier steht nicht der Trubel im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, wirklich abzuschalten und die natürliche Schönheit der Umgebung zu genießen.
Ein Mietwagen ist auf jeden Fall empfehlenswert, um die Region individuell zu erkunden und spontane Ausflüge zu unternehmen. So kannst du nicht nur die umliegenden Strände entdecken, sondern auch die beeindruckende Natur des Olymp-Gebirges oder „charmante“ Städte wie Katerini besuchen. Die Kombination aus Meer und Bergen macht diese Gegend besonders reizvoll und abwechslungsreich.
Mein Fazit: Ich kann dir die Olympische Riviera wärmstens empfehlen, vor allem, wenn du Wert auf wunderschöne, noch nicht überlaufene Strände legst. Egal, ob du die Ruhe suchst, die Kultur erleben möchtest oder aktiv die Natur erkunden willst – hier findest du eine Urlaubsdestination, die noch als echter Geheimtipp gilt. Lass dich von der griechischen Sonne, der beeindruckenden Landschaft und der Herzlichkeit der Menschen verzaubern.
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Du hast Lust auf weitere Traumstrände bekommen? Wie wäre es dann mit Traumstränden auf Fuerteventura oder auch Lanzarote.
In diesem Sommer ging es für uns in die Heimat meiner Schwiegermama. Mit dem Hausboot entdeckten wir Orte, die mit vielen Erinnerungen verbunden sind, ganz neu.
Kurz & Knapp
Bereits im letzten Jahr waren wir mit einem Hausboot unterwegs. Diesmal haben wir uns mit der Peene einen ganz ruhigen Fluss in Mecklenburg-Vorpommern ausgesucht. Von Anklam an der Ostseeküste schippert man landeinwärts bis zum Kummerower See. Da der Fluss kaum Strömung hat, kann man in aller Ruhe die wundervolle Natur genießen.
Schlauchboot mitnehmen und alte Torfstiche erkunden
Bootstour in die Vergangenheit
Als wir meinen Schwiegereltern im letzen Jahr von unserer Hausboottour berichteten und Fotos zeigten, merkten wir schnell, dass dies auch ein Urlaub für sie sein könnte. Bald war der Entschluss gefasst das erste Mal zusammen auf Reisen zugehen. Die Peene mit Ihrem extrem ruhigen Flussverlauf, wo die Strömung auch schon mal rückwärts läuft, wurde als Ziel festgelegt und im Juli ging es los.
Der Bootsverleih befindet sich in Anklam. Von hier aus startet die achttägige Reise auf dem Bungalow Hausboot. Für dieses Gefährt benötigt man keinen Bootsführerschein. Eine Einweisung an Bord und die grundlegenden „Verkehrsregeln“ für das Wasser reichen aus, um direkt los zu fahren. Bereits kurz hinter Anklam wird es ruhig und außer einem bisschen Vogelgezwitscher hört man kaum etwas.
Die Peene wird von einigem Dörfern gesäumt, bei denen man mit kleinen Booten oder Kanus anlegen kann. Auch ein etwas größerer Ausflugsdampfer sticht von Stolpe aus in „See“.
Ankern darf man überall dort wo es nicht explizit verboten ist. Für die Nacht haben wir uns nach Möglichkeit immer ein windgeschütztes Plätzchen gesucht. Der Sonnenuntergang am ersten Abend war bereits vielversprechend.
Im ruhigem Fahrwasser
Da die Peene kaum Gefälle hat, gibt es keine Schleusen, die man befahren muss. Lediglich bei den Zugbrücken muss der ungeübte Seefahrer an der Kaimauer festmachen und auf die Öffnung warten. Wichtig ist auch, sich im Vorfeld über die Öffnungszeiten zu informieren, sonst kann es passieren, dass man über Nacht in einem Ort festhängt.
Wir waren zu viert auf dem Boot unterwegs. Für das Anlegemanöver hat sich einer ans Steuer gesetzt und jeweils einer vorne und hinten am Hausboot aufgestellt- um festzumachen, hilfreiche Hinweise zum Steuern zu geben oder auch schon mal den Fender richtig zu positionieren, damit ein Aufprall keinen Schaden anrichtet. Hat man das Abenteuer hinter sich gebracht kann man direkt wieder entspannten.
Unser Hausboot war mit viel Platz aber einem kleinen Kühlschrank ausgestattet. Auf dem Weg zum Kummerowersee bietet sich die Stadt Demmin zum Nachfüllen der Essens- und Trinkvorräte an. Wir wollten diesem Urlaub bewusst dafür nutzen in freier Natur komplett zu entspannen. Stadtbesichtigungen standen also nicht auf unserer Liste. Außer dem Hafen und ein paar Gänsen im Vorgarten des ein oder anderen Garten kann ich aus Demmin nichts berichten.
Abwechslungsreiche Landschaft
Der kleine Fluss nimmt viele Wendungen und weite Felder wechseln sich mit Wäldern wie aus einem Märchen ab. Direkt am Flussufer befindet sich oft ausgdehntes Schilfrohr.
Auf den Kummerowersee kann man auch hinaus fahren. Bei uns hat das Wetter leider nicht mitgespielt. Es war zwar sonnig aber sehr windig und so ein Hausboot ist ähnlich windschnittig wie ein großer Felsbrocken. Zumindest haben wir uns in Aalbude mit lecker Essen für die Rückreise gestärkt. In der Gaststätte kann man zu humanen Preisen lecker schmausen. Die Tage wurden wärmer und so nutzen wir das schöne Wetter und gingen auch Baden. Das Wasser ist sauber, aber sehr dunkel, weil der Boden der Peene torfig ist. Für eine erfrischende Abkühlung ist es besten so geeignet.
Letzte Eindrücke
Bei Sophienhof fanden wir ein besonders schönes Ankerplätzchen, direkt gegenüber der Anlegestelle für die Kanuten. Hier gibt es einen etwas größeren Torfstich. Eingesprüht mit ausreichend Antibrum erkundeten wir mit unserem Schlauchboot den kleinen „See“.
Am vorletztem Abend schenkte uns der Himmel noch ein rosafarbenes Lichtspektakel.
Ach ja, Angeln kann man auch ganz wunderbar. Mein Mann hat den ein oder anderen Hecht gefangen. Gegrillt schmeckten diese ganz hervorragend!
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